Kolleginnen und die Hindernisse des richtigen Arbeitsbeginns

Heute soll es mal wieder um die sehr beliebte (ähm NICHT) Kollegin Nancy gehen.  Hier (http://stinediebiene.mein-online-tagebuch.de/2018/12/09/die-spontanheilung-oder-glaubt-sie-dass-wir-alle-bloed-sind/ ) habe ich schonmal über sie berichtet. Heute ist Silvester und einige Kolleginnen arbeiten von 8-14 Uhr (dazu gehören heute auch Heidi und ich) und andere von 9-14 Uhr (dazu gehört auch Nancy).

Es ist 7:45 Uhr und Ayse, Heidi, Rita und ich stehen vor der Stempeluhr und warten darauf, dass wir uns einstempeln können, was nicht vor 7:47 passieren darf. Die Tür geht auf und Nancy kommt herein. Sie grüßt, aber keiner von uns grüßt zurück. Wir unterhalten und einfach weiter. Ja Nancy ist sehr beliebt, was was wirklich an ihrer Art liegt.  Nancy guckt auf die Uhr in der Stempeluhr, blöckt los: „Ist doch noch viel zu früh um hier dumm rumzustehen“ und verschwindet im Raucherraum. Als die Tür zu ist sage ich zu Heidi: „Was will die denn schon hier? Ist die aus dem Bett gefallen? Die steht erst ab 9 Uhr auf dem Plan!“. Heidi so zu mir: „Wirklich? Na dann kann sie ja nochmals nach Hause und aus ihren Wischmopp eine Frisur machen. “ OK Heidi hatte Recht, denn das was wieder auf dem Kopf saß, sah aus, wie aus dem Bett aufgestanden und mit Haarlack betoniert….Frisur geht anders. Aber gut.

Wir stempeln uns ein und gehen ins Kassenbüro um Kassenlade und Kassenkörbchen fertig zu machen. Insgesamt sind 6 Kassiererinnen, 1 Kassenaufsicht, die Infodame Frau Herbst und die beiden Chefinnen Frau Spieß und Frau Direkt im Kassenbüro und waren damit beschäftigt, sich auf die Schicht vorzubereiten, als Nancy ins Kassenbüro gestürmt kam und auf den Kassensitzplan schauten. Das Nancy 1 Stunde zu früh erschienen war, hatte sich bei allen 10 anwesenden Personen mittlerweile rumgesprochen. Nancy entfuhr ein: „Scheiße ich bin ja eine Stunde zu früh da!“ und alle mussten ein Lachen unterdrücken. Ich leise zu Heidi: „Tja man sollte vielleicht lernen, den Dienstplan richtig zu lesen“. Heidi leise zu mir: „Du hattest Recht, aber was willst du denn von der erwarten!“.

Nancy: “ Ich bin eine Stunde zu früh da….“ Frau Direkt unterbricht: „Ach das Ihnen das auch auffällt, dass sie erst um 9 Uhr arbeiten müssen. Vorher auf den Dienstplan gucken!“……ein leises Kichern zieht durch das Kassenbüro.

Nancy (nun ziemlich angepisst, weil sie wohl merkt, dass sich alle darüber amüsieren): „Nun muss ich wohl nochmals nach Hause!“. Frau Direkt: „Da wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben. Sie haben es ja nicht weit. Sind ja nur 5 Minuten. Und dann sehen wir sie 1 einer Stunde wieder!“. Nancy stapft wutentbrannt aus dem Raum und nun können wir nicht mehr an und halten und müssen loslachen.

1 Stunde später taucht Nancy wieder auf und geht an ihre Kasse. Aber nicht ohne uns alle mit einem bösen Blick zu bestrafen. Der Blick wirkt nicht. Die größere Strafe ist (besonders für die Kunden) den betonierten Wischmopp ertragen zu müssen. Ich gehe gleich mal Doris fragen, ob die ihren Wischmopp zum Kloreinigen zufälligerweie sucht oder ihn an Nancy verliehen hat.

Auf die Suche nach Doris macht sich jetzt

 

Stine die Biene

Mieses Karma oder Wenn Unfreundlichkeit bestraft wird

Das das Personal eines Supermarktes nicht unbedingt freundlich behandelt wird, insbesondere die Kassiererin, die ja eh zu blöd zu allem ist, war hier schon mehrmals Thema. Das das Schicksal die Kassiererin auch „rächen kann“, davon wollte ich euch heute erzählen.

Ich hatte Mittelschicht und es war so gegen 13:30 Uhr nicht viel los. Zu meiner Kasse kam ein Mann, ca Mitte bis Ende 30. In der Hand 2 Colaflaschen und ein Süßigkeitenriegel. Wenn das das Mittagessen war,…..gesund geht anders, aber gut.

Ich grüße ihn höflich und er hält es nicht für nötig irgendetwas zu erwidern. Ich scannte also die Waren, nannte den Betrag mit einem höflichen „bitte“. Keine Reaktion des Mannes. Bis dato dachte ich mir dann, dass er vielleicht gar nicht sprechen kann. Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden. Die Frage nach der SdP-Karte wurde mir mit einen sehr muffeligen „Nö“ beantwotet und zum gleichen Zeitpunkt flog mit ein 50 Euro-Schein fast um die Ohren. So schmeisst man einem Hund ja noch nichtmals einen Knochen hin.

Gut er bekam sein Wechselgeld mit einem höflichen „bitte“ und auf die Frage nach dem Bon bekam ich auch wieder keine Antwort. Auch meine Verabschiedung wurde gekonnt ignoriert. Ich in Gedanken:“ Mieses Karma du Arsch!“…gesagt habe ich nichts……

Den Rest hat das Schicksal für mich übernommen. Er schnappt sich die Waren und dreht sich schwungvoll um….zu schwungvoll….denn die eine Colaflasche rutscht ihm aus der Hand und knallt vor der Kasse auf den Boden und ihm entfuhrt ein gekonntes „scheiße“. Tja eine Cola weniger und so richtig konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Er bekam ein rotes Gesicht und rannte mehr oder weniger aus dem Laden. Mir blieb nichts anderes übrig als unsere Reinigungskraft Doris zu rufen und mir einen zu grinsen

Also immer freudlich zur Kassiererin sein …..es könnte ja sonst als Story auf dem Blog erscheinen!

 

Stine die Biene

Kunden und die Hindernisse des Klobesuches

Mein Artikel heute ist nicht unbedingt was für sanfte Gemüter. Daher etwas Vorsicht beim Lesen.

Ich hatte Frühschicht und musste von 8-12 Uhr arbeiten. Wir sind dann schon um 7:50 im Verkaufsraum und reinigen unsere Kassen. Als erstes hole ich warmes Wasser aus der Behindertentoilette. Alle Toiletten – egal ob für Herren, für Damen oder die kombinierte Toilette für gehandicapte Leute und kleine Windelpupser sind zu dem Punkt sauber, denn unsere Putzfrau – nennen wir sie mal Doris – hat die Toiletten 20 Minuten vorher gründlich gereinigt.

Um 8 Uhr öffnet unser Warenhaus und um 8:03 habe ich eine ältere Kundin (ca zwischen 70 und 75 Jahre) bei mir an der Kasse stehen und sie fragt mich, wo denn unsere Kundentoiletten sind. Ich beschreibe ihr den Weg und gehe dann meiner Arbeit weiter nach.

Gegen 8:15 kommt die Dame wieder vom Klo und geht schnellen Schrittes auf meine Kasse zu und meint so zu mir:

„Also das ginge ja gar nicht. Die Klos wären überhaupt nicht sauber. Da müsste mal dringend eine Putzfrau hingeschickt werden.“

Ich (wundere mich, denn die Klos waren alle sauber und sie war die einzigste Kundin, die diese bisher benutzt hat (man kann sehr gut von der Kasse aus sehen, wer aufs Klo geht und wer nicht) und das Personal hat seine unten im Keller) sagte dann zur Kundin: „Tut mir leid, aber da müssen sie zur Kundeninfo gehen, denn ich habe nicht die Telefonnummer der Putzfrau.“ Gut die Kundin geht weiter zur Info und von dort wird Doris angerufen. Kurz darauf bekommen wir die Info, dass das Damenklo momentan gesperrt ist und die Damen doch bitte auf die Behindertentoilette geschickt werden sollen.

Gegen 9 Uhr taucht eine wutentbrannte Doris (wir beide verstehen uns sehr gut) bei mir an der Kasse auf und erzählt mir mit zornesroten Gesicht folgendes:

Das Klo selbst, die Klobrille, unter der Klobrille, der komplette Spülkasten, der Boden im Klo, die Wände im Klo, der Türgriff innen und außen der Toilettenkabine, der Schlüssel in der Tür, das Waschbecken, der Wasserhahn, der Handtuchspender und sogar die Tür, die insgesamt zur Damentoilette führt waren alle mit (auf Deutsch gesagt) Scheisse beschmiert. Doris hätte fast göbelnd danebengelegen. Die hat geschlagene 35 Minuten gebraucht um alles zu reinigen und zu desinfizieren. Wo meine Kinnlade jetzt saß, kann sich jeder wohl ausmalen.

Das Frechste daran war noch, erst alles selbst dreckig zu machen und sich dann noch zu beschweren, dass die Klos nicht sauber sind.

Wir wissen bis heute nicht, was die Frau da gemacht hat. Wir haben die Dame auch nie wieder gesehen und es war keine Stammkundin. Dafür hat sie es geschafft, Thema des Tages bei uns zu sein und das bei ungefähr 70 Mitarbeitern, die an diesem Tag tätig waren.

Stine die Biene