Kolleginnen und die Hindernisse des richtigen Arbeitsbeginns

Heute soll es mal wieder um die sehr beliebte (ähm NICHT) Kollegin Nancy gehen.  Hier (http://stinediebiene.mein-online-tagebuch.de/2018/12/09/die-spontanheilung-oder-glaubt-sie-dass-wir-alle-bloed-sind/ ) habe ich schonmal über sie berichtet. Heute ist Silvester und einige Kolleginnen arbeiten von 8-14 Uhr (dazu gehören heute auch Heidi und ich) und andere von 9-14 Uhr (dazu gehört auch Nancy).

Es ist 7:45 Uhr und Ayse, Heidi, Rita und ich stehen vor der Stempeluhr und warten darauf, dass wir uns einstempeln können, was nicht vor 7:47 passieren darf. Die Tür geht auf und Nancy kommt herein. Sie grüßt, aber keiner von uns grüßt zurück. Wir unterhalten und einfach weiter. Ja Nancy ist sehr beliebt, was was wirklich an ihrer Art liegt.  Nancy guckt auf die Uhr in der Stempeluhr, blöckt los: „Ist doch noch viel zu früh um hier dumm rumzustehen“ und verschwindet im Raucherraum. Als die Tür zu ist sage ich zu Heidi: „Was will die denn schon hier? Ist die aus dem Bett gefallen? Die steht erst ab 9 Uhr auf dem Plan!“. Heidi so zu mir: „Wirklich? Na dann kann sie ja nochmals nach Hause und aus ihren Wischmopp eine Frisur machen. “ OK Heidi hatte Recht, denn das was wieder auf dem Kopf saß, sah aus, wie aus dem Bett aufgestanden und mit Haarlack betoniert….Frisur geht anders. Aber gut.

Wir stempeln uns ein und gehen ins Kassenbüro um Kassenlade und Kassenkörbchen fertig zu machen. Insgesamt sind 6 Kassiererinnen, 1 Kassenaufsicht, die Infodame Frau Herbst und die beiden Chefinnen Frau Spieß und Frau Direkt im Kassenbüro und waren damit beschäftigt, sich auf die Schicht vorzubereiten, als Nancy ins Kassenbüro gestürmt kam und auf den Kassensitzplan schauten. Das Nancy 1 Stunde zu früh erschienen war, hatte sich bei allen 10 anwesenden Personen mittlerweile rumgesprochen. Nancy entfuhr ein: „Scheiße ich bin ja eine Stunde zu früh da!“ und alle mussten ein Lachen unterdrücken. Ich leise zu Heidi: „Tja man sollte vielleicht lernen, den Dienstplan richtig zu lesen“. Heidi leise zu mir: „Du hattest Recht, aber was willst du denn von der erwarten!“.

Nancy: “ Ich bin eine Stunde zu früh da….“ Frau Direkt unterbricht: „Ach das Ihnen das auch auffällt, dass sie erst um 9 Uhr arbeiten müssen. Vorher auf den Dienstplan gucken!“……ein leises Kichern zieht durch das Kassenbüro.

Nancy (nun ziemlich angepisst, weil sie wohl merkt, dass sich alle darüber amüsieren): „Nun muss ich wohl nochmals nach Hause!“. Frau Direkt: „Da wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben. Sie haben es ja nicht weit. Sind ja nur 5 Minuten. Und dann sehen wir sie 1 einer Stunde wieder!“. Nancy stapft wutentbrannt aus dem Raum und nun können wir nicht mehr an und halten und müssen loslachen.

1 Stunde später taucht Nancy wieder auf und geht an ihre Kasse. Aber nicht ohne uns alle mit einem bösen Blick zu bestrafen. Der Blick wirkt nicht. Die größere Strafe ist (besonders für die Kunden) den betonierten Wischmopp ertragen zu müssen. Ich gehe gleich mal Doris fragen, ob die ihren Wischmopp zum Kloreinigen zufälligerweie sucht oder ihn an Nancy verliehen hat.

Auf die Suche nach Doris macht sich jetzt

 

Stine die Biene

Kunden und die Hindernisse der Ladenöffnungszeiten

Ladenöffnungszeiten – ein schwieriges Thema in gesamt Deutschland. Ich möchte aber jetzt nicht großartig diese Diskussion aufgreifen. Wir haben normalerweise von 8-22 Uhr geöffnet und das 6 Tage in der Woche. 2 Ausnahmen: 24.12 und 31.12. Am 24.12 haben wir von 8-13 Uhr auf und am 31.12. von 8-16 Uhr. Eigentlich lange genug um sich mit dem Nötigsten einzudecken bzw. die Regale zu plündern, weil es ja die nächsten 5 Wochen nichts in Deutschland zu kaufen gibt…..wie gesagt …eigentlich…..

Es ist 12:45 Uhr und alle Angestellten freuen sich darauf, dass in wenigen Minuten der Laden schließt und wir zu unseren Lieben nach Hause können und auch Weihnachten haben. Der Tag war anstengend, denn es war sehr, sehr, sehr voll. Wartezeit an der Kasse – obwohl alles auf war – bis zu 30 MInuten und wir können schon schnell arbeiten.

Frau Herbst an der Kundeninfo beginnt ab 12:40 mit den Durchsagen, dass wir um 13 Uhr schließen und allen Kunden frohe Weihnachten wünschen. Die Durchsagen erfolgen ca im 3 Minutentakt. Ab 12:50 wird das Licht im Laden um 1/3 runtergefahren.

Um 13:50 stürmen mehrere junge Erwachsene (ca 10 Leute zwischen 22 und 32 Jahren mit 5 Einkaufswagen) in den Laden. . Mindestens 4 Durchsagen müssen sie in den nächsten 10 Minuten mitbekommen.

Um 13 Uhr gehen der stellvertretende Marktleiter Herr Ruhe, die Kassenleitung Frau Nervös und der Food-Leiter Herr Charmant von den Bedientheken hinten los, um die letzten Kunden zur Kasse zu bewegen. Wir dürfen nämlich nicht einfach aufspringen und ins Kassenbüro gehen, sondern müssen auf den Ruf „Laden leer“ warten, bis wir uns abmelden dürfen.

In der Sprituosenabteilung trifft Frau Nervös auf 6 der eben reingekommen Leute und bitte die höflich, aber bestimmt zu gehen. 2 Leute folgenden der Bitte sofort mit den Worten: „Wir brauchten eh nur Wein für heute Abend“. 1 Minute später standen sie mit 3 Kartons a 6 Weinflaschen bei meiner Kollegin, bezahlten und verschwanden. So weit, so gut.

Auf die anderen Gestalten traf Herr Charmant in der Snackanteilung. Auch er bat die Kunden höflich, aber bestimmt den Laden zu verlassen, da wir jetzt Feierabend machen. Sie verschwanden auch, aber tauschen wenige Sekunden später in der Sprituosenabteilung auf, wo Frau Nervös, sie ebenfalls bat den Laden zu verlassen. Auch jetzt schnappten sich 2 Leute nur 2-3 Spirituosenflaschen und gingen zur Kasse, wo eine andere Kollegin sie eben abkassierte.

Von den restlichen 6 Leuten, meinte einer: „Wie gibt es jetzt an der Theke kein Fleisch mehr?“ Als dieses verneint wurde, weil wir ja seit bereits 3 Minuten eigentlich Feierabend haben, meinte die gleiche Person nur noch: „Saftladen….“ und verschwand auch in Richtung Kasse. Dort angekommen, musste er meiner Kollegin auch noch einen Spruch drücken, wobei die Begriffe „Saftladen“ und „Unverschämtheit“ sehr großen Raum einnahmen. Zum Glück waren die Gestalten dann ebenfalls draußen.

Leider befanden sind aber noch 4 Leute mit Frau Nervös in der Spirituosenabteilung und waren nicht sehr begeistert, über die Aufforderung den Laden zu verlassen, weil es ja nun schon 13:05 war und wir eigentlich seit 5 Minuten Feierabend hatten.

Einer meinte gerade: „Was will die Oma denn eigentlich?“ als gerade Herr Charmant um die Ecke bog und nun sehr eindringlich darum bat, die Kassen und den Ausgang aufzusuchen. 2 Typen suchten nun lieber den Weg nach vorne, denn auch der stellvertretende Marktleiter bog nun um die Ecke. Bevor noch irgendeiner etwas sagen konnte, flog die 1. Whiskeyflasche auf den Boden und zersprang in 1000 Stücke. Da unsere Reinigungskraft Doris schon im Feierabend war, musste sich darum wohl gleich noch der Abteilungsleiter Herr Charment darum kümmern müssen. Begleitet wurde der „Absturz“ mit dem Worten: „Wir sind hier die Kunden und wir bestimmen, wie lange wir einkaufen.

Herrn Ruhe platze jetzt der Kragen. Zum einen rief er den Sicherheitsdienst in die Sprituosenabteilung und zum anderen meinte er dann: „Tja nur, das unser Kassensysthem um genau 13:08 Uhr von der Zentrale runtergefahren wird und wir Sie leider nicht mehr abkassieren können. Das dieses nicht der Wahrheit entspricht, hat Herr Ruhe den beiden übrig geblieben Gestalten nicht gesagt. Dann ging er 1 Gang weiter und rief die Kundeninfo an. Frau Herbst sollte uns allen sagen, dass wir runterfahren sollen und abrechnen gehen sollen. Im gleichen Moment tauchte der Sicherheitsdienst in der Spirituosenabteilung auf und begleitete die beiden renitenten Kunden ohne Waren nach draußen und erteilte Hausverbot.

Während wir im Kassenbüro der Abrechnung nachgingen verräumte Herr Ruhe eben schnell die Waren aus dem Einkaufswagen und Herr Charmant putzt schnell den Boden. So konnten wir alle um 13:15 Uhr in den verdienten Feierabend gehen.

Über solche Kunden ärgert sich betimmt nicht nur

 

Stine die Biene

Kunden und die Hindernisse des Telefonkartenverkaufs

Wie jeder normale Supermarkt und jede Tankstelle verkaufen auch wir Telefon- und Gutscheinkarten. Wenn ein Kunde nicht weiss, wie sowas geht, erklären wir auch sehr gerne. Doch das was jetzt kommt, lies mir fast den Kopf auf den Scanner knallen……aber von Vorne.

Wir haben Stammkunden – ohne die würde der Laden nie laufen. Zu diesen gehören auch Herr und Frau Schwäble. Natürlich heißen sie nicht wirklich so. Hier macht der sehr schwäbische Dialekt den Namen. Die beiden kommen 2 mal in der Woche zu uns. Am Donnerstag machen beide zusammen den Großeinkauf bei uns. Montags oder Dienstag kommt Herr Schwäble alleine um ein paar fehlende Kleinigkeiten einzukaufen. Ich mag beide gerne, obwohl er wie ein Wasserfall quasselt und dabei etwas anstrengend werden kann. Aber die beiden scheinen mich auch zu mögen, denn immer, wenn ich da bin stehen sie an meiner Kasse. So weit so gut…..

Es war ein Dienstag. 10 Uhr morgens. Meine 1. Schicht nach meinem Urlaub und mein 1. Kunde war Herr Schwäble. Zusätzlich zu seinem kleinen Einkauf entsteht das folgende Gespräch:

Herr Schwäble: „Verkaufen Sie Telefonkarten?“

Ich: „Ja. Welche brauchen Sie denn?“

Herr Schwäble: “ Vodaf**** für 15€“

Ich *gehe die entsprechende Karten holen, welche ich über den Scanner ziehen muss* „Das wäre sie. Soll ich die drüberziehen?“

Herr Schwäble: „Ich das wirklich Vodaf*****? Das ist für meine Schwiegermutter und ich kenne mich damit absolut nicht aus.“

Ich: „Ja das ist Vodaf****. “

Nach einigem lauten Hin und Herüberlegen von Herrn Schwäble darf ich die Karte rüberziehen. Er will es extra bezahlen. Also kassiere ich 15 Euro und drucke alles aus.

Herr Schwäble: „Wie lädt man das jetzt auf?“

Ich: „Sie habe zwei Möglichkeiten“. Beide erkläre ich lang und ausführlich und idiotensicher. Zum einen ist kein Kunde dahinter und zum anderen nehme ich mir echt Zeit. Insgesamt erkläre ich 3 Mal wie es geht.  Herr Schwäble ist immer noch unsicher. Er packt aber alles ein und bezahlt dann auch die restlichen Lebensmittel.

1 Stunde später……

Anruf von der Kundeninfo von Frau Herbst. Bei ihr steht Herr Schwäble. Frau Herbst fragt mich, ob ich die Telefonkarten verkauft habe und ob ich 2 Bons mitgegeben habe.

Dies bejahe ich und nachdem ich aufgelegt habe höre ich erstmal nicht mehr. Etwa 10 Minuten später steht Frau Herbst bei mir an der Kasse. Da Problem hätte sie geklärt. Herr Schwäble hatte beiden Bons dabei. Also den Kassenbon und die ausgedruckte Telefonkarten. Das Problem war, dass Herr Schwäble dachte, diese kleine Karten, die ich über den Scanner gezogen habe, hätte ich ihm auch mitgeben müssen.

Frau Herbst konnte ihn dann aber davon überzeugen, dass alles seine Richtigkeit hat und das er diese nicht braucht und das diese beim Händler verbleibt.

2 Tage später….Donnerstag

An meine Kasse kommen Herr und Frau Schwäble mit ihrem Großeinkauf. Ich so zu den beiden: „Na hat das mit der Telefonkarte geklappt?“

Herr Schwäble: „Ja das hat sehr gut geklappt und Sie haben sehr gut erklärt. Ich war nur nochmals bei der Info, weil ich dachte das kleine Kärtchen muss ich auch mitnehmen. Aber Ihren Kollegin hat mir versichert, dass sie alles richtig gemacht haben und das Aufladen hat einwandfrei geklappt….aber das Sie mich wiedererkannt haben wundert mich jetzt doch.“

Ich nur noch so: „Tja Stammkunden erkennt man halt nach einiger Zeit.“

Herr Schwäble: „Ja Sie kennen ihre Pappenheimer…….“ und dann brach der nächte belanglos Redeschwall über mich ein, wo ich aber nicht mehr richtig zugehört habe, sondern mich auf meine Arbeit konzentriert habe.

Mit unter können Telefonkartenverkäufe eine echte Herausforderung sein.

Stine die Biene

Der Nordrhein-Vandalen-Tag oder Hilfe sie geben ihr Gehirn an der Grenze ab

So nach langer Zeit geht es hier auch wieder weiter. Aber auch Kassiererinnen haben ein Privatleben, was mit unter vorgeht. Allerdings haben gute Freunde mich motiviert weiterzumachen. Daher heute zum Einstieg eine Geschichte, die sich am 01.11.2017 ereignet hat.

Also wie ich schonmal schreib, liegt meine Arbeitsstätte in Niedersachsen. Zweimal im Jahr trifft uns daher der Nordrhein-Vandalen-Tag. Für alle, die sich darunter nichts vorstellen können, folgende Erklärung: Zweimal im Jahr (Fronleichnahm und Allerheiligen) geht in NRW die Welt unter, weil Feiertag ist. Leider, weil man verhungert ja die nächsten 3 Wochen, weil es 1 Tag lang nichts zu kaufen gibt, fahren dann fast alle teilweise mehrere 100 km weit, um in Niedersachsen einzufallen und die Regale leer zu kaufen.

Leider deswegen, weil das Personal teilweise wie der letzte Dreck behandelt wird. Deswegen auch Vandalen Tag. Das wir grundsätzlich nicht gegrüßt werden, das „Bitte“ und das „Danke“ in NRW schon ausgestorben sind und wir ja alle doof sind, daran haben wir uns alle schon gewöhnt. NRW kann halt nicht freundlich und höflich. Auch das wir erklären müssen (und das mindestens 100 Mal am Tag), das unsere Konzernzentrale in Niedersachsen liegt und die, der gleichen Geschäfte in NRW eben in NRW und das wir daher andere Angebote haben und die Werbung aus NRW eben NICHT bei uns gilt, auch daran haben wir uns gewöhnt. Wir haben sogar im Eingangsbereich einen großen Aufsteller stehen, der den Kunden das eigentlich idiotensicher erklären soll…..wie gesagt eigentlich…..denn NRW gibt scheinbar sein Gehirn an der Grenze ab. Und deshalb kam es zu der folgenden Geschichte, welche dem Fass den Boden ausschlug. Aber von vorne…..

Ich habe Mittelschicht und muss von 12-16 Uhr an der Kasse sitzen. Mir gegenüber meine eine Lieblingskollegin. Ich nenne sie jetzt einfach mal Martina. Martina hat fast 30 Jahre in Einzelhandel hinter sich und fast nichts kann sie aus der Ruhe bringen.

NRW hat in dieser Woche ein Angebot in der Werbung. Wer einen bestimmten Fernseher für 500 € kauft und eine Soundbar für 130€ zusätzlich kauft, bekommt einen Einkaufsgutschein von 100 € geschenkt. Wir erinnern uns. DAS gilt in NRW und NICHT in Niedersachen. DAS haben wir an diesem Tag zusammen mit der Kassenaufsicht – ich nenne sie jetzt mal Ricarda – schon ungefähr 5 Kunden erklären müssen. Bis dahin gab es zwar einige Diskussionen und die Elektroabteilung musste schon mehrere Fernseher und Soundbars wieder ins Regal einräumen, aber….daran sind wir an solchen Tagen ja gewöhnt.  Freundlich lächeln, sind entschuldigen, dass wir leider nicht NRW sind und den Kunden in Gedanken umbringen…….  

So verging die Schicht bis ca gegen 14:15 bei Martina an der Kasse Familie Unmöglich auftauchte. Warum….erklärt sich gleich von selbst. Papa Unmöglich war ca. Mitte bis Ende 40. Töchterchen irgendwas zwischen 12 und 15 Jahren und Mama Unmöglich war ca Anfang 40 und fiel vorher im Laden schon unangenehm auf.  Da sie mit feuerroten Haaren gesegnet war (einer scheinbar billigen Haarfärbung sei Dank) und aufgrund ihres Auftretens im Laden vorher, taufte ich sie in Gedanken Hexe……

Gut Familie Unmöglich packte den Inhalt des Einkaufwagens aufs Band. Dieses war einmal komplett voll mit Lebensmitteln (?)….naja ich dachte eigentlich bei dem Anblick, das sie eine ganze Kneipe mit Spirituosen versorgen wollten. Das komplette Band war voll mit „Sprit“ und dazu noch 4 oder 5 „echte“ Lebensmittel. Den Geruch, den ich gerade von Frau Unmöglich wahrnehmen konnte, erklärte mir aber gleich, dass sie wohl eher die Kneipe war, die ausgestattet werden sollte……..

Naja, der Spirituoseneinkauf ging über den Scanner und Martina und ich warfen uns schon wissende Blicke zu und ahnten wohl beide, dass in 5 Minuten nichts mehr so war, wie bisher….und es kam wie es kommen sollte. Nach der Kneipenausstattung packte Papa Unmöglich dann den Fernsehen und die Soundbar aus der Werbung (natürlich aus der Werbung von NRW und NICHT von Niedersachen) auf das Band und mit jedem Zentimeter, was das Band nach vorne rückte, kam der Ärger näher….

Gut der Kneipeneinkauf wurde bezahlt, Töchterchen vorher noch das Ü-Ei verweigert, weil zu teuer (!!!!) und es wurde ordnungsgemäß bezahlt. Dann kamen Fernseher und Soundbar dran und als Martina den Preis von 630 € nannte, fragte Frau Unmöglich: „Wird der Rabatt sofort abgezogen?“. Martina erklärte dann höflich und freundlich, dass es keinen Rabatt gäbe. Im Werbeprospekt, welcher nur in NRW gälte, würde es einen Gutschein geben. Allerdings gilt diese Werbung bei uns leider nicht, da wir Niedersachsen sind.

„Wie Sie wollen mir nicht meinen Rabatt geben? Sind Sie zu blöd zum abziehen?“ Tja, das war die Antwort von Frau Unmöglich. Martina erklärte nochmals in Ruhe die geografischen Unterschiede und auch den Unterschied zwischen Rabatt und Gutschein und wurde daraufhin nochmals angepampt mit noch weniger höflichen Worten, wie davon. Gut am Nordrhein-Vandalen-Tag sind wir Kummer gewöhnt. Also rief Martina die Kassenaufsicht Ricarda dazu. Sie kam und versuchte Familie Unmöglich ebenfalls in einem sehr ruhigen Ton, davon zu überzeugen, dass Niedersachsen nicht NRW ist und das wir das Angebot nicht haben und auch nicht gewähren können und – wenn sie auf das Angebot bestehen würden – sie das doch bitte MORGEN in NRW kaufen mögen.

Ah der 1. Lichtblick Herr Unmöglich schien zu kapieren und fragte Ricarda, wie das Problem zu lösen sei, da er ja schließlich sein Konto gerade um 630 € erleichtert hat, denn während seine Hexe rumzeterte, hatte er schon bezahlt. Ricarda meinte dann das sie doch einfach mit zur Kundeninfo kommen sollten und Frau Herbst den Einkauf zurücknimmt und das Geld auszahlt und die Elektroabteilung die Sachen wieder zurück ins Regal nimmt. Herr Unmöglich nahm den Wagen und Töchterchen – der die ganze Situation sichtlich peinlich war – und ging mit Ricarda zur Kundeninfo um das Problem zu lösen…..leider ging Frau Unmöglich nicht mit, sondern drehte jetzt richtig auf. Es fielen Aussagen wie: „Wenn du zu blöd bist, an der Kasse zu arbeiten, dann geht doch das Klo putzen“ und nachdem sie sich richtig in Rage geredet hatte (oder auch dringend Alkohol zur Beruhigung hätte herhalten müssen, weil der Pegel offensichtlich sank) fielen so „nette“ Begriffen wie „Kassenschlampe“ und zwar in einer Lautstärke, das in der Bäckerei die Kaffeetassen das Wackeln anfingen.

Martina machte kurzen Prozess und griff zum Telefon um den Sicherheitsdienst zu rufen. Da Frau Unmöglich mittlerweile laut genug war, rief Frau Herbst von der Kundeninfo auch gleich noch den stellvertretenden Marktleiter Herrn Ruhe dazu.

Keine 2 Minuten später standen 3 Leute neben Frau Unmöglich. 2 vom Sicherheitsdienst und Herr Ruhe. Diese lief jetzt aber zur Hochform auf und das Wort „Hure“ in Richtung Martina, ist jetzt wirklich nur noch das einzigste Wort, was ich hier schreiben kann. Alle anderen sind echt nicht mehr druckreif und hatten selbst das Niveau einer Drogensüchtigen auf dem Straßenstrich deutlich unterschritten. Alle Kunden im Umkreis von 5 m wichen schonmal vorsichtshalber zurück und Martina und ich waren froh, dass zwischen der wütenden Hexe und uns jeweils noch die Kasse dazwischen war.

Bevor der ganze Auftritt noch peinlicher und beleidigender wurde, versuchten 3 Leute beruhigend auf Frau Unmöglich einzuwirken, was aber mehr schlecht wie recht gelang und sie eher noch wütender machte. Der Sicherheitsdienst machte dann eher kurzen Prozeß. Er drohte die Polizei zu rufen. Damit brachte er die wütende Damen wenigstens etwas zur Vernunft. Im Eingangsbereich rief selbst Herr Unmöglich schon nach seiner Frau. Selbst ihm schien der Autritt seiner Gattin mittlerweile sehr peinlich zu sein. Gut zumindest hatte das Ganze eine beruhigende Wirkung und – nachdem der Sicheitsdienst und Herr Ruhe ein Hausverbot aussprachen und das für 1 Jahr – war die tobende Hexe dann bereit den Laden zu verlassen….aber nicht ohne sich nochmals umzudrehen und Martina nochmals ein „dumme Kassenschlampe“ dar zu lassen.

Wir haben ja schon einiges erlebt – besonders am Nordrhein-Vandalen-Tag – aber sowas dann doch nicht. Frau Unmöglich war für die restliche Woche (und wir hatten gerade erst Mittwoch) das Betriebsgesprächs und Lästerthema #1 unter 180 Mitarbeitern.  Daran sieht man wie kaputt Alhokol machen kann.

Stine die Biene

Kunden und ihre Eigenarten #1

Es gibt Kunden die bleiben einem im Gedächtnis – mal positiv, mal negativ – und heute will ich mal von so einer Kundin erzählen. Ich nenne sie Frau Verwirrt. Warum? Das könnt ihr gleich nachvollziehen.

 

Ich musste Spätschicht von 16-20 Uhr arbeiten. Kurz nach 16 Uhr – es war zu dem Zeitpunkt ruhig im Laden) steht eine ältere Frau mit langen grauen Haaren bei mir an der Kasse und kauft 1 Set mit 5 Paar Socken für 5,99€. Das übliche Kundengespräch und ich frage sie auch nach der SDP-Karte. Sie weiss nicht, was das ist uns lässt es sich von mir erklären. Dann weise ich auf einen Informationtisch 2 m von meiner Kasse entfernt, wo sie die Unterlagen und das Antragsformular für diese Karte bekommt. Soweit, sogut. Sie geht da auch hin und nimmt sich Unterlagen. Weiter verfolge ich das Ganze nicht, da ich neue Kunden habe.

 

Ca. 7 Minuten später steht Frau Verwirrt wieder an meiner Kasse und hält einen Hackenprosche in der Hand (für alle, die nicht wissen, was das ….Hackenporsche ) von dem ein Rad ab ist (vermutlich nicht richtig festgesteckt) und sie meint zu mir: „Der ist kaputt. Den müssen sie zurücknehmen“

Ich: Gegen sie bitte mal zur Kollegin an die Kundeninfo. Die kann Ihnen weiterhelfen“ Da ich nicht wusste, wo der Hackeporsche so plötzlich her kommt und sie ja nur Socken gekauft hat, kann ich da nichts machen.

5 Minuten später. Frau Verwirrt steht da wieder und hält mir den Hackenporsche vor die Nase. Diesmal hat sie beide Räder in der Hand und meint:“ Den haben Sie mir gerade verkauft. Der ist kaputt. Den will ich nicht“

Ich: “ Tut mir leid. Sie haben bei mir gerade nur Socken gekauft. Gehen sie doch bitte zur Kollegin an die Kundeninfo. Die kann Ihnen da eher weiterhelfen.“

Kundin verschwindet…..und ist wieder in den Laden rein und rennt nun von „innen“, also aus dem Verkaufsraum kommend auf meine Kasse zu, schubst eine andere Kundin, die gerade anfängt aus ihrem Einkaufswagen aufs Band zu packen, mit voller  Wucht zur Seite (Das die kleine und zierlich Frau nicht Kopfüber im Einkaufswagen hing war alles), hält in der einen Hand den Hackenporsche und in der anderen die 2 losen Räder und schreit mich an: “ Sie sind unverschämt. Den haben sie mir gerade verkauft und der ist kaputt. Ich will den nicht mehr.“

Ich: „Dort vorne ist die Kundeninfo. Bei mir haben Sie gerade nur Socken gekauft, aber nicht den Einkaufsroller. Gehen sie bitte zur Kollegin und klären sie dort, was mit dem Teil ist und ob sie es zurück geben können.

Frau Verwirrt läuft hochrot an und brüllt wieder los, dass das Teil kaputt ist und sie den nicht haben möchte. Die Kundin dahinter schüttelt nur noch den Kopf….bevor ich etwas sagen kann, kommt Frau Bach von der Kundininfo (die eigentlich nur die Einkaufskörbe der Kunden von den Kassen wegräumen möchte und hört das Gebrüll der Kundin.

Ich zu Frau Verwirrt: „Da ist meine Kollegin von der Kundeninfo. Die kann Ihnen weiterhelfen.

Meine Kollegin hat sie dann auch mitgenommen. Soviel ist im nachinein erfahren habe, hatte sie den Hackenporsche nicht bei uns gekauft. Allerdings hat Frau Bach erstmal beide Räder richtig festgesteckt und die Kundin dann verabscheidet. Was weiter passiert ist und wo Frau Verwirrt dann abgeblieben ist, haben wir alle nicht mehr mitbekommen.

 

Stine die Biene

Die „Unfähigkeit“ der Kassiererin

Manchmal kann man Kunden Sachen erklären – nicht 1 mal, sondern mindestens 20 Mal – und sie meinen immer noch, das die Kassiererin total unfähig ist. Heute mal eine Geschichte dazu.

Es gab bei uns eine Treuepunkteaktion. Viele sollten das eigentlich kennen. Für alle anderen, erkläre ich es kurz. Wenn man für mindestens 5 Euro einkauft, bekommt man einen Treuepunkt. Wenn man für 20 Euro einkaufen, bekommt man 4 Punkte ect. Diese klebt man in ein Treueheft und wenn das voll ist, kann man es eintauschen. Manchmal gibt es Gartensachen, manchmal Taschen, manchmal Töpfe, manchmal Besteck usw. Dazu müssen Kunden, die die SdP-Karte (Sammel die Punkte-Karte) haben nur 15 Sticker anstatt 20 aufkleben. Alle Kunden müssen eine kleine Zuzahlung leisten und dann gehört ihnen ein Stück aus dieser Collection.

Leider war auf diesem Sammelheft eine weitere „Bezahlmöglichkeit“ etwas umständlich erklärt. Also: Wer ein Besteckset mit Treueheft kaufen wollte, musste 7,99€ bezahlen. Wenn man dann noch 500 Punkte auf der SdP-Karte hatte, konnte man diese in 5 Euro umwandeln und abziehen lassen und musste dann nur 2,99€ bezahlen. So weit, so gut….oder auch nicht….

Es kam eine Kundin, die für insgesamt 86€ einkaufte. Darunter 6 Besteckstets von den Treuepunkten. Dann meinte sie zu mir: „Und jetzt ziehen Sie mir bitte pro Besteckteil 5€ von der SdP-Karte ab!“

Ich: „Tut mir leid, das kann die Kasse nicht. Entweder kann ich nur die gesamten Punkte abziehen – bis max 86€ – oder nichts.

Kundin:“ Ich möchte aber pro Besteckteil 5 Euro abgezogen haben!“

Ich: „Tut mir leid. Das kann unsere Kasse nicht. Sie kann das nicht unterscheiden und ich kann das auch nicht splitten. Entweder kann ich nur komplett abziehen oder wir müssen die Bestecke raus nehmen und alle einzeln kassieren und für jedes Besteckteil dann die Punkte abziehen!“

…..so ging die Diskussion mindestens 10 Minuten (Gut das es gerade ruhig im Laden war und niemand dahinter stand). Ich habe hier immer wieder versucht zu erklären, dass die Kasse das nicht splitten kann und ich die Punkte nur für den gesamten Einkauf abziehen kann und dass das auf dem Sammelheft ein bißchen blöd erklärt ist.

Nach ca 10 Minuten konnte ich dann die gesamten Punkte für den gesamten Einkauf abziehen, so dass die Kundin nichts mehr bezahlen musste und den kompletten Einkauf umsonst hatte. Anstatt sich darüber zu freuen, maulte Sie mich mit den Worten an: „Ich werde mich jetzt über Ihre Unfähigkeit beschweren!“

Gesagt, getan.

Sie ging zur Kundininfo genau hinter mir und sprach dort meine Kollegin Frau Bach und meine Chefin Frau Gerecht an und meinte dann gleich zur Eröffnung: „Jetzt bügeln sie mal bitte den Fehler aus, den die unfähige Kassierein verursacht hat!“

Beide Damen haben der Kundin geschlagene 30 Minuten versucht, dass zu erklären, was ich ihr auch erklärt habe. Die Kasse kann die Punkte NICHT splitten und die Kassierin ist NICHT unfähig, sondern hat alles richtig gemacht und erklärt.

Nach 30 Minuten wollte die Kundin dann ihr Geld zurück haben. Meine Chefin erklärte ihr dann, dass das auch nicht ginge, weil sie eben mit den Punkten der Karte bezahlt hat und somit den Einkauf umsonst bekommen hat. Und das man die Punkte NICHT mehr zurück auf die Karte buchen kann!“

Wieder 20 Minuten Diskussion. Dann verlangte die Kundin den Geschäftsführer, weil ja Kassierin und Info total unfähig sind und die Arbeit nicht richtig erledigen könnten.

Es kam der  stellvertretende Marktleiter Herr Ruhe. Und auch dieser erklärte der mittlerweile erbosten Kundin das, was ich und die meine Kollegin und meine Chefin ihr auch schon erklärt hatte. Die Kasse kann nicht splitten und sie kann ihr Geld auch nicht zurückbekommen, weil sie mit Punkten bezahlt hat. Wieder 20 Minuten Diskussion.

Dann verschwand die Kundin endlich, meinte aber noch, dass sie sich über unsere Unfähigkeit und unsere Inkompetenz beschweren würde.

Sie hat dann auf der Hotline unseres Konzerns angerufen und sich da wohl auch über die Unfähigkeit und Inkompetenz beschwert und die Hotline hat ihr genau das Selbe erklärt, wie wir. Wir bekamen halt nur Rückmeldung ins Kassenbüro, dass wir zwar alles richtig gemacht hätten, aber das den Kunden in Zukunft doch bitte noch freundlicher und höflicher erklären sollten.

 

Manchmal fragt man sich echt, ob die Kunden ihr Gehirn im Auto auf dem Parkplatz vergessen!

 

Stine die Biene

Die Kassiererin ist an allem Schuld

An manchen Tagen könnte man die Schicht über nur schreiend gegen die Wand rennen. So eine bescheidene Schicht hatte ich mal an einem sehr, sehr vollen Samstag. Ich musste von 8-14 Uhr arbeiten und ab 10 Uhr war der Laden sehr, sehr voll. Um 10 Uhr hatten wir 6 geöffnete Kassen (was zu wenig war) und ab 12 Uhr waren 9 Kassen auf (von insgesamt 13 möglichen) was immer noch zu wenig war. Die Schlangen standen bis in die Textilabteilung. Also mindestens 8 Kunden hinter demjenigen, der gerade bedient wurde.

Gut ich saß an diesem Tag an Kasse 6, welche sehr gut frequentiert ist, weil die direkt am Mittelgang liegt.

Gegen 9 Uhr kam ein Kunde, den ich davor und danach nie gesehen habe. Ein älterer Herr. Er stellte mir einen Soda Stream aufs das Kassenband. Ich muss dazu sagen, dass wir da 4 Modelle verkaufen und eins in dieser Woche in der Werbung war. Anstatt 99 € sollte es nur 79€ kosten. Gut ich scannte das Teil und die Kasse zeigte 129€ an.

Ich: „Das macht dann 129€ bitte. “

Kunde: „Das kann überhaupt nicht sein. Das kostet 79 €.“

Ich: „Ich rufe mal in der Haushaltswarenabteilung an.“

Im Telefonat sagte mir die Kollegin, dass das das Gerät für 129€ ist und das es richtig ausgezeichnet ist, aber wohl falsch im Regal stand.

Ich zum Kunden: Tut mir leid. Dieser Soda Stream kostet wirklich 129€. Er stand aber wohl falsch im Regal, denn die aus der Werbung befinden sich im Kopfregal am Gang!

Kunde (klatscht mir fast das Gerät rechts und links um die Ohren): „Also hören sie mal. Ich habe ein Anrecht darauf, das die Waren korrekt ausgezeichnet und am richtigen Platz am Regal steht. Ich kann ja nichts dafür, wenn die Kassierein zu blöd ist, das richtig ins Regal zu räumen. Ich werde mich über Sie und ihre mangelnden Einräumqualitäten beim Marktleiter beschweren.“

Sprach es, liess den Soda Stream stehen und rauschte wieder zurück in den Laden, um das richtige Gerät zu holen und dann zur Kundeninformation zu gehen, sich dort nochmals über MEINE(!!!!!) Unfähigkeit zu beschweren und dann mit dem Gerät zu verschwinden.

Tja, nur das ich NUR an der Kasse sitze und mit dem Einräumen auf der Fläche überhaupt nichts zu tun habe.

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Ca. 1 Stunde später:

Ein Kunde kommt zu mir an die Kasse und hat ca. 10 Toastbrote dabei. Eins kostet 0,65€.

Kunde: „Kann nicht sein. Am Regal steht 0,33€“

Ich: „OK ich telefoniere mit der Abteilung“

Telefonat mit Herrn Unlust (Leiter der Frischeabteilung): „Oh man können die nie richtig arbeiten. Das war ein Angebot, welches nur am Donnerstag galt. Jetzt muss ich erstmal das Preischild austauschen. Aber gegen Sie dem Kunden seine 0,33€ und gut ist.“

Ich ändere den Preis in der Kasse und erkläre dem Kunden, dass es eigentlich ein Angebot am Donnerstag war und das jemand vergessen hat, die Preis zu ändern, der Abteilungsleiter aber gesagt, hat, dass ich es ihm für 0,33€ verkaufen sollte.

Kunde: „Darauf hätte ich aber jetzt auch bestanden. Schließlich kann ich ja nichts dafür, wenn Sie nicht fähig sind, in der entsprechenden Abteilung für das richtige Preisschild zu sorgen. Schließlich arbeiten sie ja sonst auch hinten ….Ich werde mich beschwerden, über ihre Unfähigkeit.“

(Gedacht: OH man Ich sitze NUR an der Kasse, aber geh dich ruhig beschweren)

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Gegen 12 Uhr rennt eine Kundin auf meine Kasse zu (Nachdem sie an 5 weiteren besetzten Kasse einfach vorbeigerannt ist) und baut sie vor mir auf und keift mich mitten im Kassiervorgang an:

„Der Pfandautomat geht nicht. Ich verlange jetzt sofort, dass sie kommen und dafür sorgen, das er wieder geht.“

Ich: „Ich kann gerne dem Ordnungsdienst Bescheid sagen. Ich selbst sitze nur an der Kasse und habe damit nichts zu tun.“ (greife dabei zum Telefon)

Kundin: „Unverschämtheit. Sie sind einfach nur zu faul aufzustehen und den eben zwischendurch zu entleeren. Ich werde mich beim Marktleiter beschweren!“

(Gedanke: Oh ja bitte mach das. Ich kann hier ja auch schlecht 8 Kunden stehen lassen um eine Tätigkeit auszuführen, die ich noch nie gemacht habe….. Hilfe ich hol mir gleich eine Bratpfanne)

Sie ist, nachdem der Pfandautomat entleert war, wirklich zur Kundeninformation gegangen und hat dort einen Aufstand geschoben, das die Kassierin zu faul war aufzustehen und nur den Ordnungsdienst angerufen hat. Leider stieß sie da auf meine Chefin Frau Gerecht, die ihr erstmal den Marsch geblasen hat. Danke dafür an dieser Stelle.

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Endlich war es 13:56 Uhr und meine Ablösung kam. Ich ziehe also meinen Kassenschnitt, packe meine Sachen zusammen, melde mich ab und begebe mich mit meiner Kassenlade, meinem Körbchen und meinem leeren Getränkeflaschen in Richtung Kassenbüro, während meine Ablösung die Kasse wiedereröffnete und das Kassieren anfing. Ich kam nicht weit….

2 Meter hinter der Kasse trat eine ältere Frau auf mich zu und versperrte mir den Weg.

Frau: „Fräulein, sie machen jetzt sofort eine neue Kasse auf. Ich kann und will hier nicht länger warten.“

Ich: „Tut mir leid. ich habe jetzt Feierabend.“

Frau: „Unverschämtheit. Ich werde mich über ihre Faulheit beschweren“

sprach es und stürmte in Richtung Kundeninfo. Als ich 15 Minuten später aus dem Kassenbüro rauskam und an der Kundeninfo vorbei zum ausstemplen und umziehen ging. Stand die Frau mit unserem stellvertretenden Marktleiter Herrn Ruhe an der Info und zeterte laut über das faule Personal und als sie mich erblickte rief sie ganz laut:

„Da ist das faule Miststück, was keine neue Kasse aufmachen wollte.“

Ich bekam nur noch am Rande mit, das ihr erklärt wurde, das ich Feierabend hätte. Sie muss daraufhin wohl so ausgeflippt sein, das sie von der Security nach draußen gebeten wurde und wohl Hausverbot bekam.

Manchmal frage ich mich echt, was mit den Kunden los ist.

 

Stine die Biene

Susi und die Hindernisse des Gewinnspieles

Heute soll es in meinem Beitrag um eine Kollegin gehen – nennen wir sie mal Susi – wo ich mich frage, ob sie nicht richtig zuhören kann oder ob sie ihrer Haarfarbe (blond) alle Ehre macht. Vielleicht könnt ihr mir ja die Antwort geben, wenn ihr diesen Beitrag gelesen habt.

 

Kurz zur Vorgeschichte. Mein Arbeitgeber denkt sich mit unter ganz nette Aktionen für die Kunden aus. Diese Aktion gab es 2016 und gleich 2017 nochmals, weil sie bei den Kunden super ankam. Jeder Kunde – egal ob er eine Cola für 1,20€ oder den Fernsehen für 799,-€ gekauft hatte – durfte an der Kasse knoblen (jeder einen Versuch pro Bon) und wer einer 3er-Pasch hatte (also 3 mal die gleiche Zahl) bekam einen Gutschein über die Höhe seines Einkaufwertes. Damit nicht gemogelt werden konnte, mussten die Kassierer/Innen mit kompletten Vor- und Zunamen (in meinem Fall also Stine die Biene) unterschreiben. Darüber hatte meine Chefin, die Kassenleitung, – nennen wir sie mal Frau Gerecht – jeden im Kassenbüro  aufgeklärt und das nicht nur einmal, sondern es vor jeder Schicht nochmals wiederholt. Es sollten also alle darüber im Bilde sein….eigentlich.

 

Meine Schicht am Samstag war eine kurze Schicht und ging von 10-14 Uhr. Ab 12 Uhr stand Susi an der Kundeninformation – ihr 2. Arbeitstag in dieser Woche. In der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr hatte ich ungefähr 3 Gewinner und alles lief problemlos.

 

12:10: Ein Ehepaar an meiner Kasse knobelt und gewinnt. Ich erkläre ihnen, dass sie jetzt mit den unterschriebenen Bon zur Kundeninfo müssen und das meine Kollegin ihnen einen Gutschein ausstellt und dann unterschreibe ich den Bon.

12: 12: Meine Telefon an der Kasse klingt. Susi von der Kundeninfo.

Susi: „Du Frau die Biene, warum hast du den Bon unterschrieben?“

Ich: „Na weil die Kunden gewonnen haben.“

Susi:“ Ach und jetzt?“

Ich: „Susi du musst jetzt einen Gutschein ausstellen, weil die Kunden einen 3-er Pasch hatten.“

Susi: „Ja OK!“

 

12:30: Die nächsten Kunden haben Glück und gewinnen. Gleiches Vorgehen wie um 12:10…..

12: 32: Mein Telefon klingelt und ich konnte mir jetzt schon denken, wer mich beim scannen stört….

Susi: „Ja Frau die Biene warum ist dieser Bon unterschrieben?“

(Ich war kurz davor die Kollegin durch das Telefon zu ziehen und war kurz am überlegen, ob mein Kopf bei soviel Blondheit nicht auf Kassenband knallen soll)

Ich: „Susi, die Kunden haben gewonnen“

Susi:“Hatten die einen Pasch?“

Ich :“Ja Susi und nun musst du ihnen den Gutschein ausstellen.“

Susi: „Ja in Ordnung!“

 

12:55: die nächsten Kunden gewinnen (falls sich jemand wundert…in 4 Stunden haben 9 Kunden gewonnen)

So und bevor die liebe Susi mich jetzt weiter von der Arbeit abhält, habe ich dann nicht nur meine Unterschrift drunter gesetzt, sondern auch noch 3xdie 1 dazugeschrieben. Für die restlichen Gewinner klingelte dann kein Telefon mehr.

 

Entweder hatte Susi es kapiert oder meine Chefin Frau Gerecht, die zwischendrin mit an der Info stand, hatte es ihr mittlerweile aufgemalt oder vorgetanzt……Keine Ahnung.

 

Stine die Biene