Kunden und die Hindernisse des Jugendschutzgesetzes

Es gibt in Deutschland ein Jugendschutzgesetzt an das wir uns als Kassiererinnen natürlich halten müssen. Ansonsten wird es für uns selbst …..ähm…teuer……sehr teuer. Das das für Tabak und Alkohol gilt ist den meisten Leuten bekannt. Das dieses Gesetz aber auch für andere Sachen gilt, ist nicht jedem bekannt. Die folgende Geschichte soll davon erzählen.

Mittelschicht. Ich muss von 12-16 Uhr arbeiten. Mir gegenüber sitzt meine Kollegin Marion. Da es in der Weihnachtszeit ist, haben wir beide ganz gut zu tun. So gegen 15 Uhr kommen 2 junge Männer zu Marion an die Kasse. Bei 2 Teile und eine Play Station Aufladekarte. Die ist erst ab 18 Jahre und das steht auch dick auf der Karte drauf. Die Altersabfrage wird auch in der Kasse abgefragt. Gut Marion zum 1. jungen Mann: Den Perso dabei? Ja hat er und er kann bestätigen, dass er 19 Jahre alt ist. Also kein Problem.

Der 2. junge Mann kommt dran und Marion stellt die gleiche Frage. Nur er hat keinen Perso dabei und kann sich auch nicht anders ausweisen. Daher gibt Marion die Karte nicht frei und behält sie ein und sagt dem jungen Mann: „Wenn der Perso vorliegt, händige ich sie aus, wenn du wirklich 18 bist.“

DAS findet der junge Mann aber gar nicht nett und er fängt an Marion anzuranzen. Er wäre 18 und er wollte die Karte haben. Marion bleibt stur.

Daraufhin rastet der junge Mann erstmal so richtig aus und brüllt einige Schimpfwörte durch die Vorkassenzone und haut 2 mal kräftig auf den Auslauftisch der Kasse. Marion macht den Mund auf und will eigentlich was sagen….sie kommt aber nicht mehr dazu, da gerade Herr Ruhe, der stellvertretende Marktleiter, mit einer Palette Getränke durch unsere Kassen durchkommt, die er eigentlich in den Getränkemarkt bringen will.

Er hat den Auftritt des jungen Mannes mitbekommen und bittet ihn gleich doch den Laden zu verlassen. Dieser Aufforderung kommt der junge Mann dann auch unverzüglich nach.

Ob manche nicht lesen können oder wollen, fragt sich jetzt bestimmt nicht nur

 

Stine die Beine

Kunden und die Hindernisse der Ladenöffnungszeiten

Ladenöffnungszeiten – ein schwieriges Thema in gesamt Deutschland. Ich möchte aber jetzt nicht großartig diese Diskussion aufgreifen. Wir haben normalerweise von 8-22 Uhr geöffnet und das 6 Tage in der Woche. 2 Ausnahmen: 24.12 und 31.12. Am 24.12 haben wir von 8-13 Uhr auf und am 31.12. von 8-16 Uhr. Eigentlich lange genug um sich mit dem Nötigsten einzudecken bzw. die Regale zu plündern, weil es ja die nächsten 5 Wochen nichts in Deutschland zu kaufen gibt…..wie gesagt …eigentlich…..

Es ist 12:45 Uhr und alle Angestellten freuen sich darauf, dass in wenigen Minuten der Laden schließt und wir zu unseren Lieben nach Hause können und auch Weihnachten haben. Der Tag war anstengend, denn es war sehr, sehr, sehr voll. Wartezeit an der Kasse – obwohl alles auf war – bis zu 30 MInuten und wir können schon schnell arbeiten.

Frau Herbst an der Kundeninfo beginnt ab 12:40 mit den Durchsagen, dass wir um 13 Uhr schließen und allen Kunden frohe Weihnachten wünschen. Die Durchsagen erfolgen ca im 3 Minutentakt. Ab 12:50 wird das Licht im Laden um 1/3 runtergefahren.

Um 13:50 stürmen mehrere junge Erwachsene (ca 10 Leute zwischen 22 und 32 Jahren mit 5 Einkaufswagen) in den Laden. . Mindestens 4 Durchsagen müssen sie in den nächsten 10 Minuten mitbekommen.

Um 13 Uhr gehen der stellvertretende Marktleiter Herr Ruhe, die Kassenleitung Frau Nervös und der Food-Leiter Herr Charmant von den Bedientheken hinten los, um die letzten Kunden zur Kasse zu bewegen. Wir dürfen nämlich nicht einfach aufspringen und ins Kassenbüro gehen, sondern müssen auf den Ruf „Laden leer“ warten, bis wir uns abmelden dürfen.

In der Sprituosenabteilung trifft Frau Nervös auf 6 der eben reingekommen Leute und bitte die höflich, aber bestimmt zu gehen. 2 Leute folgenden der Bitte sofort mit den Worten: „Wir brauchten eh nur Wein für heute Abend“. 1 Minute später standen sie mit 3 Kartons a 6 Weinflaschen bei meiner Kollegin, bezahlten und verschwanden. So weit, so gut.

Auf die anderen Gestalten traf Herr Charmant in der Snackanteilung. Auch er bat die Kunden höflich, aber bestimmt den Laden zu verlassen, da wir jetzt Feierabend machen. Sie verschwanden auch, aber tauschen wenige Sekunden später in der Sprituosenabteilung auf, wo Frau Nervös, sie ebenfalls bat den Laden zu verlassen. Auch jetzt schnappten sich 2 Leute nur 2-3 Spirituosenflaschen und gingen zur Kasse, wo eine andere Kollegin sie eben abkassierte.

Von den restlichen 6 Leuten, meinte einer: „Wie gibt es jetzt an der Theke kein Fleisch mehr?“ Als dieses verneint wurde, weil wir ja seit bereits 3 Minuten eigentlich Feierabend haben, meinte die gleiche Person nur noch: „Saftladen….“ und verschwand auch in Richtung Kasse. Dort angekommen, musste er meiner Kollegin auch noch einen Spruch drücken, wobei die Begriffe „Saftladen“ und „Unverschämtheit“ sehr großen Raum einnahmen. Zum Glück waren die Gestalten dann ebenfalls draußen.

Leider befanden sind aber noch 4 Leute mit Frau Nervös in der Spirituosenabteilung und waren nicht sehr begeistert, über die Aufforderung den Laden zu verlassen, weil es ja nun schon 13:05 war und wir eigentlich seit 5 Minuten Feierabend hatten.

Einer meinte gerade: „Was will die Oma denn eigentlich?“ als gerade Herr Charmant um die Ecke bog und nun sehr eindringlich darum bat, die Kassen und den Ausgang aufzusuchen. 2 Typen suchten nun lieber den Weg nach vorne, denn auch der stellvertretende Marktleiter bog nun um die Ecke. Bevor noch irgendeiner etwas sagen konnte, flog die 1. Whiskeyflasche auf den Boden und zersprang in 1000 Stücke. Da unsere Reinigungskraft Doris schon im Feierabend war, musste sich darum wohl gleich noch der Abteilungsleiter Herr Charment darum kümmern müssen. Begleitet wurde der „Absturz“ mit dem Worten: „Wir sind hier die Kunden und wir bestimmen, wie lange wir einkaufen.

Herrn Ruhe platze jetzt der Kragen. Zum einen rief er den Sicherheitsdienst in die Sprituosenabteilung und zum anderen meinte er dann: „Tja nur, das unser Kassensysthem um genau 13:08 Uhr von der Zentrale runtergefahren wird und wir Sie leider nicht mehr abkassieren können. Das dieses nicht der Wahrheit entspricht, hat Herr Ruhe den beiden übrig geblieben Gestalten nicht gesagt. Dann ging er 1 Gang weiter und rief die Kundeninfo an. Frau Herbst sollte uns allen sagen, dass wir runterfahren sollen und abrechnen gehen sollen. Im gleichen Moment tauchte der Sicherheitsdienst in der Spirituosenabteilung auf und begleitete die beiden renitenten Kunden ohne Waren nach draußen und erteilte Hausverbot.

Während wir im Kassenbüro der Abrechnung nachgingen verräumte Herr Ruhe eben schnell die Waren aus dem Einkaufswagen und Herr Charmant putzt schnell den Boden. So konnten wir alle um 13:15 Uhr in den verdienten Feierabend gehen.

Über solche Kunden ärgert sich betimmt nicht nur

 

Stine die Biene

Kunden und die Hindernisse des Telefonkartenverkaufs

Wie jeder normale Supermarkt und jede Tankstelle verkaufen auch wir Telefon- und Gutscheinkarten. Wenn ein Kunde nicht weiss, wie sowas geht, erklären wir auch sehr gerne. Doch das was jetzt kommt, lies mir fast den Kopf auf den Scanner knallen……aber von Vorne.

Wir haben Stammkunden – ohne die würde der Laden nie laufen. Zu diesen gehören auch Herr und Frau Schwäble. Natürlich heißen sie nicht wirklich so. Hier macht der sehr schwäbische Dialekt den Namen. Die beiden kommen 2 mal in der Woche zu uns. Am Donnerstag machen beide zusammen den Großeinkauf bei uns. Montags oder Dienstag kommt Herr Schwäble alleine um ein paar fehlende Kleinigkeiten einzukaufen. Ich mag beide gerne, obwohl er wie ein Wasserfall quasselt und dabei etwas anstrengend werden kann. Aber die beiden scheinen mich auch zu mögen, denn immer, wenn ich da bin stehen sie an meiner Kasse. So weit so gut…..

Es war ein Dienstag. 10 Uhr morgens. Meine 1. Schicht nach meinem Urlaub und mein 1. Kunde war Herr Schwäble. Zusätzlich zu seinem kleinen Einkauf entsteht das folgende Gespräch:

Herr Schwäble: „Verkaufen Sie Telefonkarten?“

Ich: „Ja. Welche brauchen Sie denn?“

Herr Schwäble: “ Vodaf**** für 15€“

Ich *gehe die entsprechende Karten holen, welche ich über den Scanner ziehen muss* „Das wäre sie. Soll ich die drüberziehen?“

Herr Schwäble: „Ich das wirklich Vodaf*****? Das ist für meine Schwiegermutter und ich kenne mich damit absolut nicht aus.“

Ich: „Ja das ist Vodaf****. “

Nach einigem lauten Hin und Herüberlegen von Herrn Schwäble darf ich die Karte rüberziehen. Er will es extra bezahlen. Also kassiere ich 15 Euro und drucke alles aus.

Herr Schwäble: „Wie lädt man das jetzt auf?“

Ich: „Sie habe zwei Möglichkeiten“. Beide erkläre ich lang und ausführlich und idiotensicher. Zum einen ist kein Kunde dahinter und zum anderen nehme ich mir echt Zeit. Insgesamt erkläre ich 3 Mal wie es geht.  Herr Schwäble ist immer noch unsicher. Er packt aber alles ein und bezahlt dann auch die restlichen Lebensmittel.

1 Stunde später……

Anruf von der Kundeninfo von Frau Herbst. Bei ihr steht Herr Schwäble. Frau Herbst fragt mich, ob ich die Telefonkarten verkauft habe und ob ich 2 Bons mitgegeben habe.

Dies bejahe ich und nachdem ich aufgelegt habe höre ich erstmal nicht mehr. Etwa 10 Minuten später steht Frau Herbst bei mir an der Kasse. Da Problem hätte sie geklärt. Herr Schwäble hatte beiden Bons dabei. Also den Kassenbon und die ausgedruckte Telefonkarten. Das Problem war, dass Herr Schwäble dachte, diese kleine Karten, die ich über den Scanner gezogen habe, hätte ich ihm auch mitgeben müssen.

Frau Herbst konnte ihn dann aber davon überzeugen, dass alles seine Richtigkeit hat und das er diese nicht braucht und das diese beim Händler verbleibt.

2 Tage später….Donnerstag

An meine Kasse kommen Herr und Frau Schwäble mit ihrem Großeinkauf. Ich so zu den beiden: „Na hat das mit der Telefonkarte geklappt?“

Herr Schwäble: „Ja das hat sehr gut geklappt und Sie haben sehr gut erklärt. Ich war nur nochmals bei der Info, weil ich dachte das kleine Kärtchen muss ich auch mitnehmen. Aber Ihren Kollegin hat mir versichert, dass sie alles richtig gemacht haben und das Aufladen hat einwandfrei geklappt….aber das Sie mich wiedererkannt haben wundert mich jetzt doch.“

Ich nur noch so: „Tja Stammkunden erkennt man halt nach einiger Zeit.“

Herr Schwäble: „Ja Sie kennen ihre Pappenheimer…….“ und dann brach der nächte belanglos Redeschwall über mich ein, wo ich aber nicht mehr richtig zugehört habe, sondern mich auf meine Arbeit konzentriert habe.

Mit unter können Telefonkartenverkäufe eine echte Herausforderung sein.

Stine die Biene

Krank mit Ansage oder die Unmöglichkeit einer Arbeitskollegin

Gut krank werden kann jeder. Niemand kann sich davon freisprechen, dass er keinen Magen-Darm-Infekt bekommt oder sich bei einem Sturz einen Arm bricht. Auch Arbeitsunfälle passieren ab und zu mal. Sowas ist halt das ganz normale Leben. Es gibt halt auch Kolleginnen, die häufiger krank sind, weil die jeden Infekt mitnehmen oder aber weil sie eh chronisch krank sind und jeden Erkältung lebensbedrohlich werden kann. Aber bei einer Kollegin nimmt das Ganze schon bizarre Formen an.

Vorabschicken muss ich aber noch, dass in unserem Hause der Tarifvertrag von Verdi gilt und wir somit alle 36 Urlaubstage haben, also 6 Wochen pro Jahr.

Bei Verena ist es aber so, dass sie auf folgenden Standpunkt steht: Eine Forscherin hat behauptet, dass man nach spätestens 6 Woche Arbeit so erschöpft ist, dass man Urlaub braucht. Gut sie macht 4 Mal in Jahr regulär Urlaub. 2 Mal 1 Woche und 2 mal 2 Wochen verteilt über das Jahr.

So weit, so gut……nur dazwischen fehlt sie mindestens 4 Mal im Jahr….meistens 6 Mal und die Gründe dafür sind Krankheit. Wenn sie jetzt wenigstens eine fette Lungenentzündung hätte, würde keine was sagen. Das 1 Krankheit, wo sie im Krankenhaus war auch berechtigt war (zumal sie eine OP hatte) geht auch in Ordnung. Aber der Rest?

Sie hängt ihre Krankheiten bevorzugt direkt an ihren Urlaub an oder 1-2 Wochen davor oder danach. Meistens meldet sie sich mit Halsschmerzen krank und fehlt dann gerne mal 2 Wochen. Bevorzugt immer dann, wenn sie Samstags arbeiten muss und sie eigentlich was mit ihrem Freund vorhatte.

Immer wenn sie fehlt nickt das komplette Team wissend und meint: Ach sie schon wieder.  Und meistens kommt sie schon 4 Tage vorher an und erzählt, dass sie jemand im Getränkemarkt angehustet hat und das es ihr ja überhaupt nicht gut geht. Dann ist allen klar, dass sie spätestens in 4 Tagen zu Hause ist, während die anderen Mehrarbeit leisten müssen.

Auf die schöne Team-Arbeit (TEAM = Toll Ein Anderer Machts)

Stine die Biene

Kindererziehung – Glückssache? #1

Heute erzähle ich mal die erste von mehreren Geschichten rund um Kinder und deren Erziehung – naja nicht erzogen passt besser – und deren Folgen bei uns im Laden.

Diese Geschichte soll sich um eine junge Familie drehen. Die Eltern waren beide so um die 30 und hatten 2 Kinder dabei. Der Junge – ich nenne ihn jetzt mal Moritz – war ungefähr 5/6 Jahre alt und das Mädchen – ich nenne sie jetzt mal Emma – war ca 3/4 Jahre alt. Die beiden Kinder hörte man schon sehr weit vor der Kasse – ja eigentlich schon durch den ganzen Laden und die Familie stellte sich dann an meine Kasse an. Die Eltern hatten 2 volle Einkaufswagen dabei und waren beschäftigt, die Waren aufs Kassenband zu packen. Während dessen waren Moritz und Emma faktisch sich selbst überlassen. Erst gingen sie an die Zigaretten und schmissen mehrere Packungen auf den Boden. Ich darf nichts sagen und guckte daher nur mit entsprechenden Blick, der eigentlich auffordern sollte, das zu lassen.

Die Eltern ….packten seelenruhig weiter die Lebensmittel auf das Band und sagten….nichts. Dann wurde das Spiel scheinbar zu langweilig und während Moritz sich sehr für die Kasse meiner Kollegin interessierte und immer die Tür auf und zumachte, entdeckte Emma die Tüten unter dem Kassenband und zog diese raus…….die Eltern packten seelenruhig weiter auf und sagte immer noch nichts.

Erst als der 1. Wagen leer war und nicht weitergeschoben werden konnte, weil eben Zigarettenpackungen und Tüten auf den Boden lagen meinte die Mutter dann mal so: „Ach ihr habt ja toll gespielt. Ich räume mal eben auf.“ Wenigstens hat sie das selbst gemacht und nicht mich dazu verdonnert.

Moritz und Emma fingen dann das Rennen zwischen meiner Kasse und der Glasscheibe des gegenüberliegenden Frisörsalons an. Sie rannten sich gegenseitig um, knallten in die Glasscheibe und in die Kasse und in die Einkaufswagen anderen Kunden und wurden immer lauter und kreischten den Laden zusammen. Ich wunderte mich schon, dass die Glasscheibe das auhielt und sah sie schon in 1000 Stücke zerspringen.

Mutter hatte mittlerweile den Boden aufgeräumt und Vater den 2. Einkaufswagen leer gemacht und beide schoben weiter nach vorne. Moritz konnte seinen Schwung daher nicht rechtzeitg bremsen und krachte in den Einkaufswagen und brüllte dementsprechend. Kommentar der Mutter: „Ach mein Armer. Hat dir dieser böse Einkaufswagen weh getan? Komm ich puste mal und dann spielst du schön weiter.“.

Kurz danach fing die Rennerei zwischen Salon und Kasse wieder an. Dann prallten beide Kinder einmal kräftig zusammen…..Indianergeheul folgte… Kommentar: „Och Moritz jetzt hat du deiner armen Schwester weh getan. Emma komm mal her zum pusten.“

1 Minute später war das Gebrüll von Emma verstummt und beide Kinder rannten wieder zwischen Kasse und Salon hin und her und das in einer Lautstärkre, die die Affen im Zoo vor Neid erblassen lässt.

Tja und dann krachte Moritz einmal so richtig in die Tür des Frisörsalons, die sich gerade öffnete, weil eine Kundin mit frischer Frisur diesen verlassen wollte. Das Gebrüll waren ohrenbetäubend. Mutters Kommentar: „Och jetzt hat diese böse Tür dir aber so richtig weh getan….komm her ich puste…“ Während sie das sagte, brachte sie die Kundin mit Blicken um. Das wir nicht das Bestattungsinstitut anrufen mussten, war eher ein Wunder.

Zum Glück war in diesem Moment auch der Einkauf der Familie beendet und sie verließen unseren Laden. Neben einen Kopfschütteln hatte nicht nur ich einen Tinitus vom Gekreische.

Erziehung ist wohl scheinbar Glückssache

 

Stine die Biene

Ladendiebstahl #2

Heute möchte ich mal wieder von einem Ladendiebstahl und dessen Folgen erzählen. Diesmal war es aber KEIN Kunde – was eigentlich schon schlimm genug ist – sondern eine Arbeitskollegin – OK Ex-Arbeitskollegin. Aber der Reihe nach.

Seit Kurzen haben wir eine sehr nette und junge Arbeitskollegin, welche gleich auf 143 Stunden im Monat angestellt wurde, worüber sich der Rest schon wundert. Aber gut es wird seine Gründe haben. So muss Derya jeden Tag 6 Stunden arbeiten. Sie ist so sehr nett und auch recht schnell beliebt unter Kollegen und Kunden.

Eines Nachmittags kommt sie zur Spätschicht, welche für sie von 14-20 Uhr gehen sollte. Sie geht kurz durch den Laden und verschwindet dann im Sozialtrakt. Soweit nichts ungewöhnliches….nur der Hausdedektiv hat da die besseren Augen gehabt und gesehen, dass sie sich was zu Trinken und eine Süßigkeit genommen hat und damit NICHT zur Kasse gegangen ist, sondern eben sofort nach hinten ohne zu bezahlen.

Der Dedektiv meldet seine Beobachtungen also dem Marktleiter. Der Chef entscheidet, dass sie erstmal ganz normal an die Kasse gehen soll und erstmal nichts passiert.

Ca 1 Stunde später: Derya sitzt mittlerweile an der Kasse und 3 weitere Kolleginnen ebenfalls. Der Marktleiter kommt aus dem Sozialtrakt und geht auf die Kasse von Derya zu. Er spricht kurz mit ihr und sie wird leichenblass und muss ihre Kasse schließen und muss sofort nach hinten mitkommen, ohne irgendetwas mitnehmen zu dürfen. Die restlichen Kolleginnen, die von der Vorgeschichte nichts mitbekommen habe, schauen sich alle verwundert an. Als Derya nach 30 Minuten immer noch nicht zurück ist, wird sich allgemein gewundert. Das Kassenbüro selbst reagiert auch Nachfragen gar nicht.

Nur der Detektiv erzählt hinterher das, was ich hier allen erzähle. Auf jeden Fall hat der Marktleiter Derya mit in sein Büro genommen, wo der Detektiv schon wartete. Dann hat man ihr die Videoaufzeichnungen vorgespielt, wo genau zu sehen ist, das sie sich die Sachen genommen, aber nicht bezahlt hat und dann folgt das, was nun immer folgt…..Rausschmiss wegen Diebstahls.

Wie blöd muss man sein um so seinen Arbeitsplatz zu verlieren fragt sich nicht nur

 

Stine die Biene

Kindermund #3

Heute wegen Weihnachtsgeschäft nur ein kurzer Post. Dafür aber wieder ein toller Kindermund. Ja mit unter weiß man als Eltern dann nicht, ob man Lachen soll oder lieber rot anlaufen soll. Folgende Situation:

Ein Elternpaar an der Kasse mit 2 Kindern. Ein Baby und das Mädel war ca 4/5 Jahre alt. Alles ist im Einkaufswagen verladen……OK fast alles! Ein Päckchen Binden bleibt auf dem Kassentisch liegen. Die Mutter merkt es allerdings 3 Kassen weiter und bevor ich noch was sagen kann.

Töchterchen rennt zu mir an die Kasse zurück um die Binden zu holen und ruft dann durch den halben Laden: Mama deine Pampers…….

Mindestens 10 Kunden und 3 Kassiererinnen konnten sich ein Lachen nur sehr schwer verkneifen, während Mama dunkelrot anlief

Kindermund #2

Heute habe ich wieder einen Kindermund für euch. Viel Spaß beim Lesen.

Wir haben bei uns im Markt verschiedene Koffer- und Reisetaschensets. Ein davon trägt den Namen „Mallorca“.  Eine Kundin sucht sich aus diesem Set eine Reisetasche aus und will sie an meiner Kasse bezahlen. Die Kundin hat eine Tochter dabei, die ungefähr 10 Jahre alt ist.  Das Mädel liest das Schild an der Reisetasche und somit auch den Namen der Kollection.

Kommentar des Mädels: „Mama, in Zukunft dürfen wir nur noch Urlaub auf Mallorca machen.“

Ein Schmunzeln konnte sich auch die Kassiererin nicht verkneifen.

Stine die Biene

Die Spontanheilung oder Glaubt sie, dass wir alle blöd sind?

Diesmal gibt es einen Beitrag über eine Arbeitskollegin, welche nicht unbedingt sehr beliebt bei uns ist, was aber an ihrer Art und Weise liegt. Vorne rum nett und freundlich. Hintenrum am lästern und am hetzen. Ich nenne sie mal Nancy. Sie ist bei uns „nur“ eine Aushilfe und arbeitet jeweils Montags und Samstags für 4 Stunden an der Kasse. Ansonsten steht sie in irgendeinem Salon – keiner weiss in welchen, da sie nie großartig davon redet – und versucht die Kunden zu verwöhnen und zu stylen. OK wenn ich mir den stark verfärbten Wischmopp auf ihrem Kopp anschaue, den unserer Reinungskraft Doris eigentlich nur noch zum Klo putzen nehmen könnte, hoffe ich für Nancy, das sie halbwegs ordentliche Frisuren hinbekommt und nicht reihenweise Schadesersatzklagen bekommt. Fragen kann ich Nancy leider nicht, da sie für sich selbst beschlossen hat, nicht mit mir zu reden. Gut für mich, so kann sie keine Gemeinheiten über mich durch den Betrieb lästern. Gut aber ich wollte ja von folgendem Erlebnis erzählen.

Samstags Spätschicht von 16-20 Uhr. Nancy sitzt an der Kasse hinter mit und hinter ihr leider mehr niemand, was sie sehr stören muss, da sie keinen zum quatschen hat. Wir haben gut zu tun und gegen 18 Uhr werden wir von Rita zur Toilettenpause abgelöst. Allerdings kommt Nancy gar nicht mehr wieder, sodass Rita an ihrer Kasse bleiben muss und Frau Direkt – die Dame aus dem Kassenbüro mich und die restlichen Kolleginnen ablösen muss und darüber nicht gerade sehr erfreut ist.

Damals mussten wir alle noch zur Klo in den Keller laufen und kamen dabei an der gläsernen Zentrale vorbei. Wer sitzt genüßlich Kaugummi kauend und lästern in dieser Zentrale? Genau! Nancy mit ihrer BBF Susi von der Kundeninfo. Beide gucken mich böse an, als ich in den Keller zum Klo gehe und beide gucken mich noch böser an, als ich vom Klo zurück komme. Wenn Blicke töten könnten, würde ich jetzt nicht mehr diesen Artikel schreiben können….OK vielleicht sitzt hier auch einfach nur mein Geist…….

20 Minuten später taucht Nancy wieder an der Kasse auf und faucht die arme Rita gleich an: Mir gehts nicht gut! (OK scheinbar können gemeine Lästereien sehr auf den Magen schlagen). Sie setzt sich aber wieder hin und macht ihre Arbeit weiter.

Die nächsten 3 Kunden werden von Nancy gar nicht mehr freudlich behandelt, sondern nur noch angefaucht. So nach dem Motto: DAS Minralwasser müssen Sie im Wagen lassen. 10 Minuten später kommt Rita zu ihr an die Kasse und will ihr mitteilen, dass sich die ersten Kunden beschwert haben. Dieses nimmt Nancy gleich als Anlass um zu fragen, ob sie nach Hause gehen könnte. Ein Anruf im Kassenbüro und Frau Direkt entlässt sie nach Hause. Rita muss Nancy dann helfen die Kasse zu zumachen, denn die sehr arme Nancy hat sich laut Eigenaussage einen Nerv eingeklemmt und der Schmerz geht jetzt vom linken Ohr, über den Nacken bis in den rechten Arm und den kann sie nun ja gar nicht mehr bewegen ….Hm seitwann sorgen Lästereien für eingeklemmte Nerven? Gut Nancy darf nach Hause und auch für den Rest der Schicht ist bald Feierabend.

2 Tage später: Es ist Montag und es ist Frühschicht. Ich habe meinen freien Tag. Da wir aber ein Sonderangebot haben, was ich unbedingt haben möchte, fahre ich so gegen 10 Uhr zu meinem Arbeitgeber um mit meinem Mann, welchen ich jetzt einfach mal Björn nenne, dieses Angebot und noch ein paar Lebensmittel ein zukaufen. Diese Geschichte bis hierhin, habe ich ihm natürlich am Samstag nach Feierabend erzählt. Wir gehen zur Kasse und stellen uns bei Rita an. Da wir etwas warten müssen, unterhalten mein Mann und ich uns und lassen die Blicke schweifen. Mein Blick bleibt 2 Kassen weiter hängen, denn da sitzt….

…die explodierte Klobürste (nein eine Firsur ist das an dem Tag echt nicht mehr, denn selbst Björn fragt mich, ob die wirklich als Frisörin arbeitet) und kassiert. Ich werde wieder mit einem sehr bösen Blick bedacht, auf den ich aber nicht reagieren. Ich weiss nicht, was das Problem von Nancy ist und es ist mir auch egal, denn es ist ihr Problem und nicht meins.

Als ich dann von Rita kassiert werde meinte ich so zu ihr: „Sag mal, was ist denn das? Kein eingeklemmter Nerv oder plötzliche Spontanheilung?“

Rita so zu mir (Mit verdrehten Augen und entsprechenden Tonfall, der sehr genervt klang): Keine Ahnung. Es scheint wohl wieder zu gehen. Aber sie durfte sich heute Morgen schon was von Frau Gerecht anhören. Das hat wohl zur deutlichen Heilung beigetragen.

Tja irgendwie hatte da wohl jemand keine Lust am Samstag Abend zu arbeiten. So „nette“ Kolleginnen liebt besonders

Stine die Biene

Neue Kasse, aber sofort oder die Ungeduld der Kunden

Ich arbeite ja in einem sehr großen Supermarkt und wir haben immer eine feste Anzahl von Kassenkräften vor Ort. Wenn sehr viel los ist, kann durch die Kassenaufsicht noch eine weitere Kasse geöffnet werden und im Zweifelsfall kann durch die Kassenleitung ebenfalls noch eine zusätzliche Kasse aufgemacht werden. Dann sind die Kapazitäten aber entgültig erschöpft und die Kunden müssen warten.

Es war Frühschicht und es war so gegen 11:30 Uhr. 2 Kolleginnen und ich hatten Dienst und wir besetzen die Kassen 7, 9 und 10. An jeder Kasse stand jeweils 1 Kunde, welcher gerade bedient wurde und es warten 1-2 Kunden dahinter. Alles nur mit kleinen Einkäufen, sodass es keine längere Wartezeit als 3 Minuten gab.

Ich saß an Kasse 7 und sehe plötzlich aus dem Augenwinkel einen Schatten an der Kasse 6 genau gegenüber. Ich gucke hoch und sehe dort eine Kundin, ca Mitte bis Ende 40, die dort 5 Sachen aufs Kasenband legt. Ich gucke sie fragend an.

Kundin: Ist hier offen?

Ich: Nein tut mir leid. Kasse 6 ist nicht besetzt. Nur die 7, die 9 und die 10.

Kundin: Können sie hier rüberkommen und aufmachen?

Ich: Tut mir leid. Ich kann hier von der Kasse nicht weg.

Kundin: Können sie eine Kollegin ausrufen, damit ich hier sofort bedient werde?

Ich: Tut mir leid. Erst in 30 Minuten fangen die nächsten Kolleginnen an. Sie müssen sich an Kasse 7, 9 oder 10 anstellen.

Kundin: Ich habe es eilig.

Ich: Tut mir leid.

Kundin zog schmollend ab und stellte sich zu meiner Kollegin an die Kasse 9. Recht flott war sie dann dran und dann…..

….hatte sie auf jeden Fall soviel Zeit, dass sie die Punkte der SdP-Karte verechnet haben wollte und noch zusätzlich hat Geld auszahlen lassen.

Und auch nach dem Kassiervorgang hatte sie unglaublich viel Zeit, weil sie eine Bekannte traf und ins Quatschen verfiel. Als ich 30 Minuten später Feierabend hatte, stand sie da immer noch und war am Quatschen.

Manche Kunden haben echt keine 3 Minuten Geduld.

Stine die Biene