Diskussionen im Kassenbüro oder Wenn Anweisungen missachtet werden

Wir Kassier/innen müssen an der Kasse einiges beachten. Nicht nur der Kassiervorgang selbst sollte möglichst fehlerfrei verlaufen, sondern auch alles, was wir so nebenbei noch haben, muss ordentlich eingegeben werden. In dem heutigen Beitrag geht es dabei um Gutscheine, die es in einem Adventskalender gab, den man bei uns käuflich erwerben konnte. Diese Gutscheine müssen über „Fremdgutschein“ verrechnet werden. Eigentlich wissen wir das bzw. können nachfragen, wenn wir uns nicht sicher sind.

Wenn wir dann doch mal etwas falsch gemacht haben, dann wird uns das im Kassenbüro mitgeteilt. Je nachdem wer das von den Chefinnen macht, kann das auch durchaus resuluter sein. Manchmal brauchen wir alle ein dickes Fell, aber damit können wir eigentlich gut umgehen.

Gut ich kam mit meinen Kolleginnen Ayse und Heidi ins Kassenbüro, denn unsere Schicht war zu Ende und wir mussten noch abrechnen. Im Kassenbüro waren die Chefinnen Frau Nervös und Frau Spieß, welche gerade eigentlich Übergabe machen wollten, denn auch Frau Nervös wollte in ihren wohlverdienten Feierabend. Im Kassenbüro stand aber noch Steffi. Eine Aushilfe, die die meisten nicht mögen, weil sie arrogant und hochnäsig ist und sich für was besseren hält, nur weil ihr Vater mal irgendwann bei uns gearbeitet hat. Steffi macht ihre Kassenlade fertig (eigentlich hätte sie schon längst an der Kasse sein müssen, aber mit Schnelligkeit hat sie es nicht so) und Frau Nervös hält ihr eine Kopie, der oben erwähnten Gutscheine vor die Nase und sagt: „Diese haben Sie falsch eingegeben. Das wird nicht über die normale Gutscheinfuktion gemacht, sondern über Fremdgutschein. Wenn Sie nicht sicher sind, wie sie sowas eingeben sollen, dann rufen Sie bitte an. So müssen wir immer bei der Zentrale anrufen und jeden einzelen Gutschein umbuchen lassen.“

Steffi zickt los: „Ich war mir aber sicher, dass es so gemacht wird“

Frau Nervös:“ Wir haben das allen Kassier/innen vorher gesagt und Sie haben dafür auch auf der Gutscheinliste unterschrieben!“

Steffi: „Ich war mir aber trotzdem sicher, dass ich es so machen muss und bin mir daher keines Fehlers bewusst!“

Frau Nervös (deutlich verärgert): „Wenn wir Anweisungen ausgeben und Sie dafür noch unterschreiben, kann ich erwarten, dass Sie wissen, wie es richtig geht. Wenn nicht kann ich erwarten, dass Sie anrufen und nachfragen!“

Steffi: „ICH WAR MIR SICHER KEINEN FEHLER ZU MACHEN!. Und Ihren Ton mir gegenüber finde ich langsam unverschämt. !“

Frau Nervös: “ Ich möchte nur, dass Sie ordentlich und korrekt arbeiten“

Steffi: „Und ich finde das Sie mich hier zu Unrecht angehen. Ich habe keinen Fehler gemacht und ich verbiete Ihnen so mit mir zu reden!“

Frau Spieß:“ Der Gutschein wird über Fremdgutschein abgerechnet. Und jetzt möchte ich sie bitten endlich an die Kasse zu gehen und ihre Arbeit zu machen. Und diesmal bitte deutlich ordentlicher!“

Ayse, Heidi und ich guckten uns an und konnten ein dezentes Lächeln nicht unterdrücken. Als Steffi dann endlich raus war, meinte Frau Nervös nur noch zu Frau Spieß: „Zu soviel Dreistigkeit kann man echt nichts mehr sagen“ und Frau Spieß gab ihr Recht. Da Steffi aber nur einen befristeten Vertrag hat, wird sie dann wohl die Konsequenzen zu spüren bekommen. Und nein wir sind dann nicht traurig, dass sie geht.

Mit ihren Kolleginen stand im Flur zum „lästern“ dann auf jeden Fall

Stine die Biene

Veröffentlicht von

stinediebiene

weiblich, irgendwo aus Niedersachsen, geschlüpft in den 70zigern, im schönsten Job der Welt mit dem besten Team und den verrücktesten Kunden

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