Kindererziehung – Glückssache? #1

Heute erzähle ich mal die erste von mehreren Geschichten rund um Kinder und deren Erziehung – naja nicht erzogen passt besser – und deren Folgen bei uns im Laden.

Diese Geschichte soll sich um eine junge Familie drehen. Die Eltern waren beide so um die 30 und hatten 2 Kinder dabei. Der Junge – ich nenne ihn jetzt mal Moritz – war ungefähr 5/6 Jahre alt und das Mädchen – ich nenne sie jetzt mal Emma – war ca 3/4 Jahre alt. Die beiden Kinder hörte man schon sehr weit vor der Kasse – ja eigentlich schon durch den ganzen Laden und die Familie stellte sich dann an meine Kasse an. Die Eltern hatten 2 volle Einkaufswagen dabei und waren beschäftigt, die Waren aufs Kassenband zu packen. Während dessen waren Moritz und Emma faktisch sich selbst überlassen. Erst gingen sie an die Zigaretten und schmissen mehrere Packungen auf den Boden. Ich darf nichts sagen und guckte daher nur mit entsprechenden Blick, der eigentlich auffordern sollte, das zu lassen.

Die Eltern ….packten seelenruhig weiter die Lebensmittel auf das Band und sagten….nichts. Dann wurde das Spiel scheinbar zu langweilig und während Moritz sich sehr für die Kasse meiner Kollegin interessierte und immer die Tür auf und zumachte, entdeckte Emma die Tüten unter dem Kassenband und zog diese raus…….die Eltern packten seelenruhig weiter auf und sagte immer noch nichts.

Erst als der 1. Wagen leer war und nicht weitergeschoben werden konnte, weil eben Zigarettenpackungen und Tüten auf den Boden lagen meinte die Mutter dann mal so: „Ach ihr habt ja toll gespielt. Ich räume mal eben auf.“ Wenigstens hat sie das selbst gemacht und nicht mich dazu verdonnert.

Moritz und Emma fingen dann das Rennen zwischen meiner Kasse und der Glasscheibe des gegenüberliegenden Frisörsalons an. Sie rannten sich gegenseitig um, knallten in die Glasscheibe und in die Kasse und in die Einkaufswagen anderen Kunden und wurden immer lauter und kreischten den Laden zusammen. Ich wunderte mich schon, dass die Glasscheibe das auhielt und sah sie schon in 1000 Stücke zerspringen.

Mutter hatte mittlerweile den Boden aufgeräumt und Vater den 2. Einkaufswagen leer gemacht und beide schoben weiter nach vorne. Moritz konnte seinen Schwung daher nicht rechtzeitg bremsen und krachte in den Einkaufswagen und brüllte dementsprechend. Kommentar der Mutter: „Ach mein Armer. Hat dir dieser böse Einkaufswagen weh getan? Komm ich puste mal und dann spielst du schön weiter.“.

Kurz danach fing die Rennerei zwischen Salon und Kasse wieder an. Dann prallten beide Kinder einmal kräftig zusammen…..Indianergeheul folgte… Kommentar: „Och Moritz jetzt hat du deiner armen Schwester weh getan. Emma komm mal her zum pusten.“

1 Minute später war das Gebrüll von Emma verstummt und beide Kinder rannten wieder zwischen Kasse und Salon hin und her und das in einer Lautstärkre, die die Affen im Zoo vor Neid erblassen lässt.

Tja und dann krachte Moritz einmal so richtig in die Tür des Frisörsalons, die sich gerade öffnete, weil eine Kundin mit frischer Frisur diesen verlassen wollte. Das Gebrüll waren ohrenbetäubend. Mutters Kommentar: „Och jetzt hat diese böse Tür dir aber so richtig weh getan….komm her ich puste…“ Während sie das sagte, brachte sie die Kundin mit Blicken um. Das wir nicht das Bestattungsinstitut anrufen mussten, war eher ein Wunder.

Zum Glück war in diesem Moment auch der Einkauf der Familie beendet und sie verließen unseren Laden. Neben einen Kopfschütteln hatte nicht nur ich einen Tinitus vom Gekreische.

Erziehung ist wohl scheinbar Glückssache

 

Stine die Biene

Ladendiebstahl #2

Heute möchte ich mal wieder von einem Ladendiebstahl und dessen Folgen erzählen. Diesmal war es aber KEIN Kunde – was eigentlich schon schlimm genug ist – sondern eine Arbeitskollegin – OK Ex-Arbeitskollegin. Aber der Reihe nach.

Seit Kurzen haben wir eine sehr nette und junge Arbeitskollegin, welche gleich auf 143 Stunden im Monat angestellt wurde, worüber sich der Rest schon wundert. Aber gut es wird seine Gründe haben. So muss Derya jeden Tag 6 Stunden arbeiten. Sie ist so sehr nett und auch recht schnell beliebt unter Kollegen und Kunden.

Eines Nachmittags kommt sie zur Spätschicht, welche für sie von 14-20 Uhr gehen sollte. Sie geht kurz durch den Laden und verschwindet dann im Sozialtrakt. Soweit nichts ungewöhnliches….nur der Hausdedektiv hat da die besseren Augen gehabt und gesehen, dass sie sich was zu Trinken und eine Süßigkeit genommen hat und damit NICHT zur Kasse gegangen ist, sondern eben sofort nach hinten ohne zu bezahlen.

Der Dedektiv meldet seine Beobachtungen also dem Marktleiter. Der Chef entscheidet, dass sie erstmal ganz normal an die Kasse gehen soll und erstmal nichts passiert.

Ca 1 Stunde später: Derya sitzt mittlerweile an der Kasse und 3 weitere Kolleginnen ebenfalls. Der Marktleiter kommt aus dem Sozialtrakt und geht auf die Kasse von Derya zu. Er spricht kurz mit ihr und sie wird leichenblass und muss ihre Kasse schließen und muss sofort nach hinten mitkommen, ohne irgendetwas mitnehmen zu dürfen. Die restlichen Kolleginnen, die von der Vorgeschichte nichts mitbekommen habe, schauen sich alle verwundert an. Als Derya nach 30 Minuten immer noch nicht zurück ist, wird sich allgemein gewundert. Das Kassenbüro selbst reagiert auch Nachfragen gar nicht.

Nur der Detektiv erzählt hinterher das, was ich hier allen erzähle. Auf jeden Fall hat der Marktleiter Derya mit in sein Büro genommen, wo der Detektiv schon wartete. Dann hat man ihr die Videoaufzeichnungen vorgespielt, wo genau zu sehen ist, das sie sich die Sachen genommen, aber nicht bezahlt hat und dann folgt das, was nun immer folgt…..Rausschmiss wegen Diebstahls.

Wie blöd muss man sein um so seinen Arbeitsplatz zu verlieren fragt sich nicht nur

 

Stine die Biene

Kindermund #3

Heute wegen Weihnachtsgeschäft nur ein kurzer Post. Dafür aber wieder ein toller Kindermund. Ja mit unter weiß man als Eltern dann nicht, ob man Lachen soll oder lieber rot anlaufen soll. Folgende Situation:

Ein Elternpaar an der Kasse mit 2 Kindern. Ein Baby und das Mädel war ca 4/5 Jahre alt. Alles ist im Einkaufswagen verladen……OK fast alles! Ein Päckchen Binden bleibt auf dem Kassentisch liegen. Die Mutter merkt es allerdings 3 Kassen weiter und bevor ich noch was sagen kann.

Töchterchen rennt zu mir an die Kasse zurück um die Binden zu holen und ruft dann durch den halben Laden: Mama deine Pampers…….

Mindestens 10 Kunden und 3 Kassiererinnen konnten sich ein Lachen nur sehr schwer verkneifen, während Mama dunkelrot anlief

Kindermund #2

Heute habe ich wieder einen Kindermund für euch. Viel Spaß beim Lesen.

Wir haben bei uns im Markt verschiedene Koffer- und Reisetaschensets. Ein davon trägt den Namen „Mallorca“.  Eine Kundin sucht sich aus diesem Set eine Reisetasche aus und will sie an meiner Kasse bezahlen. Die Kundin hat eine Tochter dabei, die ungefähr 10 Jahre alt ist.  Das Mädel liest das Schild an der Reisetasche und somit auch den Namen der Kollection.

Kommentar des Mädels: „Mama, in Zukunft dürfen wir nur noch Urlaub auf Mallorca machen.“

Ein Schmunzeln konnte sich auch die Kassiererin nicht verkneifen.

Stine die Biene

Kunden und das Flirtverhalten oder Manchmal verzweifelt auch eine Kassiererin

Das gerade Männer mit Kassiererinnen flirten oder sich sehr nett unterhalten, ist nichts Neues und solange es sich im Rahmen hält, für die Meisten auch in Ordnung. Was allerdings teilweise an der Kasse abgeht, lässt sogar die „härteste“ Kassiererin verzweifeln.

Das Männer uns sogar im Beisein ihrer eigenen Partnerin uns zu zwinkeren oder mal einen flotten Spruch machen, gehört schon zum Alltag. Was die Partnerin davon hält, entzieht sich meistens meiner Kenntnis….es gab aber nach der Kassen schon den ein oder anderen Beziehungsstreit und/oder die ein oder andere  – naja –  sehr angepisste weibliche Begleitung……aber gut DAS ist nun wirklich nicht mein Problem mehr.

So und nun kommt der Hinweis für alle Herren, wie man es nicht machen sollte….

Samstags Spätschicht: Ich hatte einen Herren an der Kasse, der stramm auf die 70 zuging und der locker mein Vater hätte sein können. Daher nenne ich ihn jetzt einfach auch mal Papa. Er fing beim Kassiervorgang das folgende Gespräch an:

Papa: Na junge Frau dauert ihre Schicht noch lange?

Ich: Nein bald Feierabend.

Papa: Bis wann geht denn  ihre Schicht?

Ich: Bis Feierabend ist und ich abgerechnet habe.

Papa: Und was machst du dann Schönes ?

Ich (In Gedanken…ähm seit wann duzen wir uns?)

Ich gesagt: Och mein Mann holt mich dann ab und wir machen uns einen schönen Abend!

So schnell waren anschließend noch nie die Waren im Einkaufskorb und der Herr aus dem Markt geflüchtet.

 

Einige Wochen später wieder Samstags Spätschicht. Diesmal ein Mann der irgendwas zwischen 60 und 70 war und es entstand folgendes Gespräch:

Mann: Mach den Einkauf mal nicht so teuer, sonst schimpft meine Regierung.

Ich (In Gedanken….wenn ich für jeden dummen Spruch Geld bekommen würde, säße ich jetzt schon auf den Seychellen.)

Allerdings erwiedere ich nichts, sondern scanne weiter.

Als ich dem Kunden den Betrag nenne, kommt dann: Das kann meine Regierung noch gerade akzeptieren…. (ah ja)

Frage nach der SdP-Karte bleibt unbeantwortert. Dann muss ich fragen, ob er Treuepunkte sammelt.

Antwort (warum habe ich mir sowas schon gedacht?): Nein ich bin niemanden treu, nichtmals meiner Regierung. (Spätestens jetzt lag mein Kopf fast auf dem Scanner).

Dann fragte ich ihn, ob er den Bon haben möchte und ich bekam folgende Antwort: Ja den brauche ich unbedingt. Den muss ich meiner Regierung vorlegen. Aber du könntest mir eine große Freude machen und deine Telefonnummer drauf schreiben.

Ich dann so: Könnte ich machen, aber da geht nur mein Mann dran.

Entgleiste Gesichtszüge und er war ganz schnell verschwunden.

Manche denken echt, die Kassiererin findet sowas toll….ähm nein nicht.

Bei einer Kollegin von mir ging das „Flirten“ sogar so weit, dass es in Stalken endete und sie nur noch nach Feierabend mit dem Sicherheitsdienst zum Auto ging, bis der Typ gefasst wurde.

Der Höhepunkt bei mir verlief zum Glück glimpflicher. Ich gab einem Mann so um die 40 den Bon und bekam ihn kurze Zeit später mit seiner Handynummer und den Worten: „Schreib mir doch mal“ zurück. Er war mir nicht ganz unsympatisch und so habe ich – mit dem Wissen meines Mannes Björn – mal eine SMS hingeschrieben. Aber nach der 2. SMS kam nichts mehr zurück. Schade aber zwingen kann ich ja keinen.

Das es aber nicht nur negative Beispiele im Flirtverhalten gibt, soll jetzt das folgende Beispiel zeigen. Es geht nämlich komplett anders.

In einer Mittelschicht hatte ich einen jungen Mann an meiner Kasse in weiblicher Begleitung – ich nenne ihn jetzt mal Walter – der sich sehr nett mit mir unterhielt. Wir machten über verschiedene Themen kurzen Smalltalk und als er ging meinte er noch so zu mir – nach dem Blick auf den Kassenbon – „Ach tschüß Stine!“ Irgendwoher kam er mir bekannt wor….nur ich konnte ihn nicht richtig einordnen.

Ca. 3 Wochen später an einem Sonntag zu Hause, meinte mein Mann zu mir: Du ich schreibe gerade mit Walter. Der, der bei Facebook einige Gruppen hat, wo wir drin sind. Er war neulich bei dir an der Kasse und er war das mit „Tschüß Stine“.

OK bisher kannte ich ihn wirklich nur von Facebook, aber wir fingen an uns da zu unterhalten. Tja und mittlerweile kennen wir 3 – also Walter, mein Mann und ich – uns persönlich und haben uns auch schonmal auf einer Lesung getroffen. Wenn man es also richtig macht, kann aus einem netten Tschüß eine Freundschaft werden.

Auf das die Männer mal ihr Flirtverhalten überdenken….

Stine die Biene

Die Spontanheilung oder Glaubt sie, dass wir alle blöd sind?

Diesmal gibt es einen Beitrag über eine Arbeitskollegin, welche nicht unbedingt sehr beliebt bei uns ist, was aber an ihrer Art und Weise liegt. Vorne rum nett und freundlich. Hintenrum am lästern und am hetzen. Ich nenne sie mal Nancy. Sie ist bei uns „nur“ eine Aushilfe und arbeitet jeweils Montags und Samstags für 4 Stunden an der Kasse. Ansonsten steht sie in irgendeinem Salon – keiner weiss in welchen, da sie nie großartig davon redet – und versucht die Kunden zu verwöhnen und zu stylen. OK wenn ich mir den stark verfärbten Wischmopp auf ihrem Kopp anschaue, den unserer Reinungskraft Doris eigentlich nur noch zum Klo putzen nehmen könnte, hoffe ich für Nancy, das sie halbwegs ordentliche Frisuren hinbekommt und nicht reihenweise Schadesersatzklagen bekommt. Fragen kann ich Nancy leider nicht, da sie für sich selbst beschlossen hat, nicht mit mir zu reden. Gut für mich, so kann sie keine Gemeinheiten über mich durch den Betrieb lästern. Gut aber ich wollte ja von folgendem Erlebnis erzählen.

Samstags Spätschicht von 16-20 Uhr. Nancy sitzt an der Kasse hinter mit und hinter ihr leider mehr niemand, was sie sehr stören muss, da sie keinen zum quatschen hat. Wir haben gut zu tun und gegen 18 Uhr werden wir von Rita zur Toilettenpause abgelöst. Allerdings kommt Nancy gar nicht mehr wieder, sodass Rita an ihrer Kasse bleiben muss und Frau Direkt – die Dame aus dem Kassenbüro mich und die restlichen Kolleginnen ablösen muss und darüber nicht gerade sehr erfreut ist.

Damals mussten wir alle noch zur Klo in den Keller laufen und kamen dabei an der gläsernen Zentrale vorbei. Wer sitzt genüßlich Kaugummi kauend und lästern in dieser Zentrale? Genau! Nancy mit ihrer BBF Susi von der Kundeninfo. Beide gucken mich böse an, als ich in den Keller zum Klo gehe und beide gucken mich noch böser an, als ich vom Klo zurück komme. Wenn Blicke töten könnten, würde ich jetzt nicht mehr diesen Artikel schreiben können….OK vielleicht sitzt hier auch einfach nur mein Geist…….

20 Minuten später taucht Nancy wieder an der Kasse auf und faucht die arme Rita gleich an: Mir gehts nicht gut! (OK scheinbar können gemeine Lästereien sehr auf den Magen schlagen). Sie setzt sich aber wieder hin und macht ihre Arbeit weiter.

Die nächsten 3 Kunden werden von Nancy gar nicht mehr freudlich behandelt, sondern nur noch angefaucht. So nach dem Motto: DAS Minralwasser müssen Sie im Wagen lassen. 10 Minuten später kommt Rita zu ihr an die Kasse und will ihr mitteilen, dass sich die ersten Kunden beschwert haben. Dieses nimmt Nancy gleich als Anlass um zu fragen, ob sie nach Hause gehen könnte. Ein Anruf im Kassenbüro und Frau Direkt entlässt sie nach Hause. Rita muss Nancy dann helfen die Kasse zu zumachen, denn die sehr arme Nancy hat sich laut Eigenaussage einen Nerv eingeklemmt und der Schmerz geht jetzt vom linken Ohr, über den Nacken bis in den rechten Arm und den kann sie nun ja gar nicht mehr bewegen ….Hm seitwann sorgen Lästereien für eingeklemmte Nerven? Gut Nancy darf nach Hause und auch für den Rest der Schicht ist bald Feierabend.

2 Tage später: Es ist Montag und es ist Frühschicht. Ich habe meinen freien Tag. Da wir aber ein Sonderangebot haben, was ich unbedingt haben möchte, fahre ich so gegen 10 Uhr zu meinem Arbeitgeber um mit meinem Mann, welchen ich jetzt einfach mal Björn nenne, dieses Angebot und noch ein paar Lebensmittel ein zukaufen. Diese Geschichte bis hierhin, habe ich ihm natürlich am Samstag nach Feierabend erzählt. Wir gehen zur Kasse und stellen uns bei Rita an. Da wir etwas warten müssen, unterhalten mein Mann und ich uns und lassen die Blicke schweifen. Mein Blick bleibt 2 Kassen weiter hängen, denn da sitzt….

…die explodierte Klobürste (nein eine Firsur ist das an dem Tag echt nicht mehr, denn selbst Björn fragt mich, ob die wirklich als Frisörin arbeitet) und kassiert. Ich werde wieder mit einem sehr bösen Blick bedacht, auf den ich aber nicht reagieren. Ich weiss nicht, was das Problem von Nancy ist und es ist mir auch egal, denn es ist ihr Problem und nicht meins.

Als ich dann von Rita kassiert werde meinte ich so zu ihr: „Sag mal, was ist denn das? Kein eingeklemmter Nerv oder plötzliche Spontanheilung?“

Rita so zu mir (Mit verdrehten Augen und entsprechenden Tonfall, der sehr genervt klang): Keine Ahnung. Es scheint wohl wieder zu gehen. Aber sie durfte sich heute Morgen schon was von Frau Gerecht anhören. Das hat wohl zur deutlichen Heilung beigetragen.

Tja irgendwie hatte da wohl jemand keine Lust am Samstag Abend zu arbeiten. So „nette“ Kolleginnen liebt besonders

Stine die Biene

Neue Kasse, aber sofort oder die Ungeduld der Kunden

Ich arbeite ja in einem sehr großen Supermarkt und wir haben immer eine feste Anzahl von Kassenkräften vor Ort. Wenn sehr viel los ist, kann durch die Kassenaufsicht noch eine weitere Kasse geöffnet werden und im Zweifelsfall kann durch die Kassenleitung ebenfalls noch eine zusätzliche Kasse aufgemacht werden. Dann sind die Kapazitäten aber entgültig erschöpft und die Kunden müssen warten.

Es war Frühschicht und es war so gegen 11:30 Uhr. 2 Kolleginnen und ich hatten Dienst und wir besetzen die Kassen 7, 9 und 10. An jeder Kasse stand jeweils 1 Kunde, welcher gerade bedient wurde und es warten 1-2 Kunden dahinter. Alles nur mit kleinen Einkäufen, sodass es keine längere Wartezeit als 3 Minuten gab.

Ich saß an Kasse 7 und sehe plötzlich aus dem Augenwinkel einen Schatten an der Kasse 6 genau gegenüber. Ich gucke hoch und sehe dort eine Kundin, ca Mitte bis Ende 40, die dort 5 Sachen aufs Kasenband legt. Ich gucke sie fragend an.

Kundin: Ist hier offen?

Ich: Nein tut mir leid. Kasse 6 ist nicht besetzt. Nur die 7, die 9 und die 10.

Kundin: Können sie hier rüberkommen und aufmachen?

Ich: Tut mir leid. Ich kann hier von der Kasse nicht weg.

Kundin: Können sie eine Kollegin ausrufen, damit ich hier sofort bedient werde?

Ich: Tut mir leid. Erst in 30 Minuten fangen die nächsten Kolleginnen an. Sie müssen sich an Kasse 7, 9 oder 10 anstellen.

Kundin: Ich habe es eilig.

Ich: Tut mir leid.

Kundin zog schmollend ab und stellte sich zu meiner Kollegin an die Kasse 9. Recht flott war sie dann dran und dann…..

….hatte sie auf jeden Fall soviel Zeit, dass sie die Punkte der SdP-Karte verechnet haben wollte und noch zusätzlich hat Geld auszahlen lassen.

Und auch nach dem Kassiervorgang hatte sie unglaublich viel Zeit, weil sie eine Bekannte traf und ins Quatschen verfiel. Als ich 30 Minuten später Feierabend hatte, stand sie da immer noch und war am Quatschen.

Manche Kunden haben echt keine 3 Minuten Geduld.

Stine die Biene