Diskussionen rund um den Pfand oder Rechnen ist nicht die Stärke des Kunden

In Deutschland gibt es ja auf viele Flaschen und Dosen Pfand und das nicht erst seit 3 oder 4 Wochen. Eigentlich sollten sich da alle dran gewöhnt haben. Das das nicht so ist und viele in Deutschland einfach nicht mitdenken oder nicht rechnen können, soll der folgende Beitrag zeigen.

Ab 03.12. verkaufen wir die restlichen Adventskalender für die Hälfte des eigentlichen Preises. So hatte ich in meiner Frühschicht einen Kunden an meiner Kasse, der 2 Adventskalender mit 24 verschiedenen Bierdosen kaufen wollte. Pro Kalender sollten noch 14,95 € fällig werden. Ich scannte beide Kalender und nannte die Endsumme von 41,90 € und fragte nach der SdP-Karte und den Treuepunkten. Leider konnte ich noch nichtmals in Ruhe aussprechen, da brüllte mir der Kunde entgegen: „Hinten stand aber 50% auf den Kalendern und somit kann einer nur knapp 15 € kosten und nicht 42 €. Der Preis ist falsch in der Kasse.“

Ich drucke einen Bon mit Hilfe einer Zwischensumme aus und zeigte dem Kunden dann Folgendes:

2 Kalender á 14,95€

und

48 x Pfand á 0,25 €

Ungläubig guckte der Kunde auf den Bon und wollte mir nicht glauben. Er fing sofort an rum zupöbeln, dass das doch alles falsch sei und er nur 30 € bezahlen würde.

Also ich mein nettestes Lächeln aufgesetzt und ihm erklärt, dass in jedem Adventskalender 24 Bierdosen drin sind und jede Bierdose einen Pfandwert von 0,25€ hat und das pro Kalender 6 € macht und für beide zusammen 12 € Pfand. Und das er den, wenn er die Dosen leer zurück bringt, auf jeden Fall zurück bekommt. Aber erstmal müsse er bezahlt werden.

Nun endlich fiel der Groschen….wenn auch pfennigweise, aber er fiel. Der Kunde lief dunkelrot an, entschuldigte sind bei mir (wenigstens etwas) und zahlte postwendend die 41,90€. Er hatte echt nicht beachtet, dass er pro Dose Pfand bezahlen muss.

Solche Pfanddiskussionen führen meine Kollegen*innen mindestens einmal pro Woche. Das es aber nicht nur die Kunden sind, die nicht rechnen können, soll aber noch die zweite Pfandgeschichte zeigen.

In der Mittelschicht hatte ich einen Schülerpraktikanten an meiner Kasse stehen, der sich ein Energydrink kaufen wollte. Leider verkaufen wir diese ab 14 (OK andere Diskussion), aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätte der Bengel einen Liter Milch bekommen und eine Tüte Hirn und Freundlichkeit.

Das es ein Praktikant war, sah man an dem Button an seinem Pulli. Er knallte mir die Dose aufs Band und schmisst mir einen Euro auf die Kasse. Einen Tagesgruß suchte ich bei dem jungen Mann vergeblich, ebenso wie eine vernüftige Kinderstube. Aber gut. Ich scannte die Dose und sagte dann: 1,24 €. Er so: Nee am Regal stand 0,99€.

Tja junger Mann, vielleicht mal besser in der Schule aufpassen…..das dachte ich dann aber nur. Ich: „Ja und den Pfand musst du auch bezahlen. Der kostet 0,25 €.“ Nach 3 Minuten Diskussion, in denen er behauptete ich wollte ihm nur das Geld aus der Tasche ziehen, erschein dann einen Kollege von der Fläche und bestätigte meiner Aussage.

Ich weiss jetzt nicht, ob es daran lag, dass es ein männlicher Kollege war oder das der Kollege überhaupt meiner Meinung war. Auf  jeden Fall kramte der Praktikant dann wenigstens in der Hosentasche und förderte noch 25 Cent zu Tage und knallte sie mir auf den Scanner. Nachdem ich Bon und Dose abgezeichnet hatte, verschwand er grußlos nach hinten in Richtung Sozialtrakt.

Irgendwie mache ich mir Sorgen um meine Rente

 

Stine die Biene

Veröffentlicht von

stinediebiene

weiblich, irgendwo aus Niedersachsen, geschlüpft in den 70zigern, im schönsten Job der Welt mit dem besten Team und den verrücktesten Kunden

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