Alles Nichts Oder? – Kunden und Plastik

Diese Szene wiederholt sich ja eigentlich wöchtenlich an der Kasse – manchmal häufiger und manchmal auch mal einen Monat gar nicht – und immer in unterschiedlichen Konstellationen und alle meine Kollegen/innen werden sie so oder so ähnlich kennen. Das Thema „Plastik“. Mal sind es Päarchen (mal jünger, mal älter), mal Eltern mit ihren Kindern, mal Studenten, mal Rentner…..aber DAS was gleich kommt, passiert leider immer vielen (alle kann ich zum Glück nicht sagen).

Also wie vermutlich viele wissen, ist Plastik nicht das Nonplusultra für unsere Umwelt. Ich will jetzt hier aber keine Umweltdiskussion anführen, sondern nur die folgende Szene einleiten.

Ein Samstag Vormittag an der Kasse. Vater und Sohn erledigen den Wochenendeinkauf. Vater ca. Mitte 40 und Sohn ca 10 Jahre alt.

Vater packt die Sachen in den Einkaufswagen und fragt mich dann, wo wir die Tüten haben.

Ich: „Am Ende des Kassenbandes im Regal.“

Vater: „Felix-Malte * hol doch mal bitte 2 Tüten.“

Sohn greift nach den Plastiktüten, welche am Ende des Kassenbandes hängen

Vater: „Nein die Tüten aus Papier“….Sohn sucht und findet nichts. Vater geht selbst nach hinten und nimmt 2 Papiertüten aus dem Regal und reicht sie mir zum scannen.

Sohn: „Papa warum nicht aus Plastik“

Vater: „Weisst du Felix-Malte Plastik ist nicht gut für die Umwelt.“

Sohn: „AHA“

 

Ich denke mir dann so: Oh prima…mal einer der mitdenkt……bis mein Blick über die Artikel auf dem Kassenband schweift….

….Brot in Scheiben geschnitten und in Plastik eingepackt

….2 in Plastik abgepackte und fertig geschnibbelte Salate

…..3 Mal Wurst in Scheiben geschnitten und in Plastik verpackt

….3 mal Käse in Scheiben geschnitten und in Plastik abgepackt

….Süßigkeiten in Plastikverpackung

…..mehrere Joghurts in Plastikbehältern

…..Ananasscheiben fertig geschnitten und in Plastik verpackt

Die Reihe kann jetzt endlos vorgeführt werden. Einzig und allein die regionale Tageszeitung und die überegionale mit den 4 Buchstaben waren NICHT in Plastik eingepackt.

Da machen ehrlich gesagt, die beiden Tüten den Kohl auch nicht mehr fett. Wenn man da schon drauf achten will, dann sollte man das bei JEDEM Produkt tun und nicht erst bei den Tüten an der Kasse.

Eure Stine die Biene

 

*Vorname des Kindes wurde selbstverständlich verändert

Veröffentlicht von

stinediebiene

weiblich, irgendwo aus Niedersachsen, geschlüpft in den 70zigern, im schönsten Job der Welt mit dem besten Team und den verrücktesten Kunden

4 Gedanken zu „Alles Nichts Oder? – Kunden und Plastik“

    1. Hallo Johannes!

      Danke für Deinen Kommentar. Wenn man genau hinschaut, kann man aber viele Alternativen finden. Man kann Milch und Joghurt in Gläsern kaufen. Man kann Ost in Stoffbeutel packen und es gibt auch Obst und Gemüse, dass nicht in Plastik eingepackt ist. Man könnte z. B: die Ananas auch im Ganzen kaufen und zu Hause schälen. Die Wurst und den Käse kann man an der Theke kaufen und in vielen Märkten schon in mitbegrachte Boxen füllen lassen……. So kann man an vielen Stellen durch aktives Mitdenken und Handeln Plastik sparen. Wenn ich 4 Äpfel kaufen will, lege ich die auch ohne Plastiktüte lose in den Wagen und dann auch lose auf das Kassenband

      Liebe Grüße

      Stine

  1. Aber dann zu sagen, dass die zwei Tüten den Kohl auch nicht mehr fett machen, ist auch nicht richtig.
    Jeder noch so kleine Beitrag zum Plastikvermeiden ist wichtig!
    Kleinvieh macht auch Mist!

    1. Trotzdem sollte das Mitdenken in dem Fall nicht erst an der Kasse beginnen, sondern schon beim Betreten des Geschäftes. Dann kann man einen viel größeren Beitrag für die Umwelt machen.

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